Endlich. Deutschland hat es geschafft. Die 24 langen Jahre des Wartens sind vorbei und die deutsche Nationalmannschaft hat sich in Brasilien zum vierten Mal zum Weltmeister gekrönt!

Was gibt es da noch zu meckern? An dem Team und dem gezeigten Fußball gar nichts. Das Turnier begann herausragend mit dem niederländischen Sensationssieg gegen Spanien. Oder auch selbst der deutsche 4:0-Sieg gegen Portugal...

Natürlich hat auch Costa Rica dermaßen überrascht, dass wohl jeder Fan ihnen zumindest den dritten Platz gewünscht hätte. Aber selbst Chile oder Kolumbien, die beide stark gefightet haben – einfach grandios!

Auch wenn in Deutschland nun fast alles was glänzt auch Gold ist, sieht es in Brasilien ganz anders aus. Nicht nur dass bittere Aus gegen das DFB-Team (1:7-Klatsche in Belo Horizonte) und die dann folgenden 0:3-Schmach gegen unsere Nachbarn in Orange. Es beginnt wieder der Alltag. Der Alltag der Gewalt – der nie so ganz verschwunden war. Egal, wo man zu einem Spiel gegangenen ist: Die Sicherheit war immer zusehen. Überall Polizisten oder Sicherheitskräfte.

Auf den Straßen hat man sich sicher gefühlt, aber eben so richtig auch nicht.

Brasilien war ein toller Gastgeber, keine Frage! Die Menschen, so freundlich und hilfsbereit, wie kaum woanders. Überall nur strahlende Gesichter – selbst nach dem Aus bei der WM. Es hat Spaß gemacht, aber die Zukunft sieht dunkel aus. Das trifft einen ins Herzen. Ob Brasilien davon profitiert? Schwer zu sagen und fast mit nein zu beantworten.

Die Menschen waren herausragend, doch die Welt darf sich nicht von Brasilien abwenden. Sie muss ein Auge auf den Südamerikariesen haben.