Rio de Janeiro - Es ist Teil des deutschen Weges zu diesem WM-Triumph, auf jeder Station ein paar gute Bekannte getroffen zu haben.

Nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Frankreich mussten drei deutsche Arsenal-Profis erst einmal drei französische Arsenal-Profis trösten. Nach dem 7:1 gegen Brasilien sah man Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller, wie sie ihren Bayern-Kollegen Dante umarmten.

Der argentinische Dante hieß nach dem Endspiel Martin Demichelis. Siebeneinhalb Jahre lang spielte der Verteidiger für Bayern München. Am Sonntag musste er dann gleich sieben Bayern-Profis zum WM-Titel gratulieren. "Es ist enorm traurig, nach Argentinien zurückzukehren und so nah dran gewesen zu sein. So viele Menschen haben von diesem Pokal geträumt. So viele Menschen sehnen sich danach", sagte der 33-Jährige, der mittlerweile für Manchester City spielt.

Demichelis hätte bei diesem Turnier beinahe ein filmreifes Comeback gekrönt. Drei Jahre lang wurde er nicht in die Nationalelf berufen. Dann folgte erst die überraschende Nominierung für die WM und ab dem Viertelfinale sogar ein Stammplatz im Sabella-Team. Das Finale war allerdings nicht Demichelis\' Spiel. Beim Siegtor von Mario Götze stand er falsch. Schon in der ersten Halbzeit kam er häufig zu spät. "Trotzdem", sagte er: "Wir können erhobenen Hauptes gehen."