Berlin (SID) l Portugal zittert mit dem Oberschenkel der Nation, Frankreich "hat Rücken", Uruguay hält ein stumpfes Knie-Trauma in Atem: Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft bangt eine Woche vor dem WM-Start in Brasilien um den Einsatz angeschlagener Leistungsträger.

Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry, Luis Suárez, Diego Costa, Samuel Eto`o, Roman Schirokow - für viele Stars wird das erste Gruppenspiel zu einem Wettlauf gegen die Zeit.

Weltfußballer Ronaldo zum Beispiel posierte zwar bei einem seiner letzten Social-Media-Einträge lächelnd in einem Pool und twitterte "Relaxing time", doch entspannt ist man im Lager der Portugiesen nicht. Ronaldos erst jetzt diagnostizierte Sehnenentzündung im linken Bein schließen einen Ausfall des Stürmers gegen Deutschland nicht mehr aus.

Portugals Nationaltrainer Paulo Bento betonte bereits, kein allzu großes Risiko eingehen zu wollen: "Es geht hier um den Menschen, der gesund werden muss, nicht um den Fußballer, der spielen muss."

Einen ähnlichen Stellenwert für seine Mannschaft besitzt der Uruguayer Suárez. Der Torschützenkönig der englischen Premier League (31 Treffer für den FC Liverpool), der wegen eines stumpfen Traumas am Knie operiert werden musste, ist für den zweimaligen Weltmeister nicht zu ersetzen. In Diego Forlán und Edison Cavani verfügt der Kader zwar über weitere Hochkaräter.

Wann Ribéry den Rasen wieder betreten kann, ist ungewiss. Der Bayern-Star wurde zwar von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps in den endgültigen WM-Kader berufen, doch der Rücken zwickt unaufhörlich.

Auch bei Titelverteidiger Spanien arbeitet die medizinische Abteilung unter Hochdruck. Stürmer Diego Costa, mit 27 Treffern einer der Top-Stars der abgelaufenen Saison in der Primera Division, plagen muskuläre Probleme im Oberschenkel.

Das russische Team versucht derweil verzweifelt, seinen Schlüsselspieler Roman Schirokow fitzubekommen (32/Achillessehnen-Reizung).