São Paulo (SID) l Das historische Vorrunden-Aus ist besiegelt, doch für England geht es zum WM-Abschluss noch um einiges: um die Ehre, den Job von Teammanager Roy Hodgson und den Glauben an eine gute Zukunft der Nationalmannschaft im Mutterland des Fußballs. Die bislang verhältnismäßig ruhige Stimmung auf der Insel steht am Dienstag auf dem Prüfstand.

"Wir werden rausgehen, kämpfen und unseren Stolz zeigen", versprach Stürmerstar Wayne Rooney für sein vielleicht letztes WM-Spiel gegen Costa Rica. Sollten die Three Lions sich mit einem Sieg verabschieden, gehen sie raus mit Applaus, dürfte Hodgson wohl weitermachen. Sollte England auch das dritte Spiel verlieren, wäre es vorbei mit der Ruhe. Der englische Fußball-Fan verzeiht, wenn er Kampf sieht. Zur Lachnummer zu werden, verträgt sein Stolz aber nicht.

Rooney glaubt, den Grund für das Scheitern auch schon erkannt zu haben. "Wir sind zu ehrlich und zu brav", erklärte der 28-Jährige: "Bei allen Teams, die in den vergangenen Jahren Titel geholt haben, hat man eine Boshaftigkeit erkannt, die uns fehlt." Gegen Uruguay verloren die Engländer wie zuvor gegen Italien mit 1:2.

Das Turnier ist mit einem Paradigmen-Wechsel zwar nicht mehr zu retten, aber vielleicht noch die Stimmung. "Gegen Costa Rica darf Hodgsons Team nicht auch noch verlieren", mahnte der Telegraph. Die Heimkehr auf die Insel würde für die Spieler zum Spießrutenlauf werden.