Magdeburg | Was sich am Montag auf der Berliner Fanmeile am Brandenburger Tor abspielte, ist kaum in Worte zu fassen. Rund 400.000 Menschen feierten frenetisch und "atemlos" à la Helene Fischer ihre Weltmeister.

Inmitten der Menschenmassen jubelten auch vier Magdeburger. Sven Willberg, Ragip Okcan, Daniel Fritzsche und Stephan Köhler wollten sich dieses geschichtsträchtige Ereignis nicht entgehen lassen. Via Bus machten sie sich auf den Weg zum Kaiserdamm, mit dem Taxi ging`s direkt zur Siegessäule und plötzlich waren sie mittendrin. Mit Worten wie "unglaublich", "unvorstellbar" und "unbeschreiblich" versuchen sie das wiederzugeben, was sie gestern erlebt haben. "Es war einfach eine spektakuläre Riesenparty." Bis auf 300 Meter kämpften sich die vier Magdeburger vor die Bühne. Zum Glück hatten die frischgebackenen Weltmeister Verspätung, so dass sie mit jeder verstrichenen Minute einen Schritt gen Weltmeister machen konnten.

Nicht vor, sondern auf die Bühne schafften es dagegen sechs junge Magdeburger und Sachsen-Anhalterinnen. Die SAW-Dancer Jini Kloss, Victoria Henze, Elli Dreilich, Michele Weske, Sabrina Grasse und Sara Rebecca Neumicke heizten gemeinsam mit DJ Ötzi kurz vor der Ankunft der Fußballer die Fanmassen an. Am Montag seien sie über diesen Auftritt erst informiert worden, verriet SAW-Sprecher Jens Kerner. "Es war alles mit heißer Nadel gestrickt." Geplant sei der Auftritt eigentlich für 9.15 Uhr gewesen, auf der Bühne standen sie kurz nach halb elf. Der Anblick, der sich den Tänzerinnen dabei bot, war zweifelsohne phänomenal.

Phänomenal sei auch die Euphorie gewesen, mit der Fußballfans aus ganz Deutschland wie im Rausch feierten. Am beeindruckendsten sei allerdings jener Moment gewesen, in dem der sogenannte "Siegerflieger" - die Boeing 747 mit den Weltmeistern an Bord - gut 700 Meter über den Köpfen der Massen hinwegflog. "In diesem Moment sind einfach alle durchgedreht", erzählt Daniel Fritzsche.

 

Bilder