Teresópolis - Brasiliens Außenverteidiger Dani Alves fürchtet Chile und die Niederlande nicht als mögliche Achtelfinalgegner bei der Fußball-WM.

"Dass Chile und die Niederlande zwei große Spiele gemacht haben, heißt nicht, dass sie Weltmeister werden. Die Rechnung wird zum Schluss gemacht und nicht auf halbem Weg", sagte der Profi des FC Barcelona im Trainingscamp der Seleção in Teresópolis. Seine Mannschaft strebe im letzten Vorrundenspiel am Montag in Brasília gegen die bereits ausgeschiedenen Kameruner den Gruppensieg an.

Alves verteidigte vehement die bisherigen Auftritte des Rekord-Weltmeisters und wehrte sich gegen Kritiker wie der frühere englische Nationalspieler Alan Shearer, der in einem BBC-Interview gesagt hatte, dass Brasilien angesichts des bisher wirkungslosen Mittelstürmers Fred mit zehn Mann spielen würde. "Die Tatsache, dass jemand Fußballer war, bedeutet nicht, dass er etwas von Fußball versteht", konterte Alves.

Der 31 Jahre alte Routinier erklärte: "Dieses Turnier gewinnt der, der das konstanteste Team hat und nicht der, der als Erster weiterkommt." Wie schon einige seiner Mannschaftskollegen zuvor betonte Alves, dass sich die Brasilianer zwischen dem 3:1 zum Auftakt gegen Kroatien und dem 0:0 gegen Mexiko weiterentwickelt hätten.

Vergleiche zu den siegreichen Auftritten beim Confed Cup im vergangenen Jahr wollte Alves nicht akzeptieren. "Wir sind nicht die Mannschaft vom Confed Cup, die werden wir auch nicht sein. Da das hier eine Weltmeisterschaft ist, die viel anspruchsvoller ist. Wir vertreten hier alle Brasilianer und sind nicht zum Spaß hier."

Auch von den wachsenden Zweifel im Land am sechsten WM-Titel der Brasilianer und der skeptischen Presse wollte Alves nicht viel wissen: "Wir haben uns dafür entschieden, uns davon nicht viel anzuhören, weil die Leute sehr negativ und pessimistisch sind. Wir wissen, was wir verbessern müssen, weil wir uns unsere Spiele etwa 50 Mal angeschaut haben."