Curitiba - Ein wirklich historischer Treffer - und doch für die Katz. Carlo Costly und mit ihm alle "Catrachos" waren restlos bedient. Da hatte das Kraftpaket mit einem Knaller aus 20 Metern endlich die 32 Jahre währende Torflaute von Honduras bei einer WM beendet.

Aber der mindestens ebenso sehnlichst erhoffte erste Sieg bei der dritten Turnier-Teilnahme war damit nicht geschafft. Ecuador gewann noch 2:1 (1:1).

"Wir können das Tor nicht richtig genießen", räumte Trainer Luis Fernando Suárez enttäuscht ein. "Für Carlo ist es gut, er hat es verdient." Aber Honduras nützt es letztlich nicht viel. Um dem zuvor vollmundig prognostizierten Einzug ins Achtelfinale näher zu kommen, wären drei Punkte wichtig gewesen.

Costly, seine Kollegen und das halbe Stadion hatten die Führung frenetisch gefeiert. Am Ende blieb allen Honduranern nur Frust. "Ich wollte keinen Mythos zerstören", sagte der Stürmer. "Ich wollte, dass meine Mannschaft einen Schritt voranmacht." Stattdessen hat die "H" weiter an Boden eingebüßt.

Kein Trost war da, dass Honduras wenigstens ein Negativrekord erspart geblieben ist. Weil Costly nach 31 Minuten traf, führt weiterhin Bolivien mit 537 torlosen Minuten diese Statistik an.