Doha - Daniel Stephan hat den deutschen Handballern bei der WM in Katar Mut für die Spiele um die drei Plätze für die Olympia-Qualifikation gemacht.

"Es ist aus Spielersicht sehr, sehr schwer, diese Spiele zu bestreiten. Aber wenn die Mannschaft wieder die Mentalität weckt, die sie in den Spielen zuvor gezeigt hat, bin ich überzeugt, dass sie unter die ersten Sieben kommt", sagte der ehemalige Welthandballer, der die WM als Experte für den Fernsehsender Al Jazeera analysiert.

Die deutsche Mannschaft hatte am Mittwochabend in Doha ihr Viertelfinale gegen Gastgeber Katar mit 24:26 (14:18) verloren und so das erste WM-Halbfinale seit dem Titelgewinn 2007 verpasst. Für das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson war es die erste Niederlage im Turnier nach fünf Siegen und einem Unentschieden. "Das Auftreten der deutschen Mannschaft bisher war sensationell gut. Sie hat gezeigt, dass in der Weltspitze wieder mit ihr zu rechnen ist. Das sollte sie mitnehmen", sagte Stephan.

In zwei Spielen der Platzierungsrunde geht es nun um die Ränge fünf bis acht. Der Fünfte, Sechste und Siebte sind Teilnehmer an Qualifikationsturnieren für Olympia 2016. Erster Gegner ist am Freitag Kroatien. "Als Spieler denkt man nach so einer Niederlage nicht an die zwei Spiele. Da denkt man nur an die Enttäuschung, was man für eine Chance liegengelassen hat", sagte der frühere Spielmacher und ergänzte: "Bei jeden Großereignis hat man ein schlechtes Spiel. Leider war das nicht in den Gruppenspielen, sondern im Viertelfinale. Aber die Spieler haben gekämpft wie die Löwen."