Magdeburg (jb) l Handball-Bundesligist SC Magdeburg hat den Achtungserfolg gegen die Füchse Berlin drei Tage später mit einem weiteren Heimsieg veredelt. Am Nikolaustag bezwangen die Mannschaft von Trainer Geir Sveinsson den Liga-Rivalen Balingen-Weilstetten in einer von kuriosen Umständen begleiteten und spielerisch recht einseitigen Partie klar mit 27:19 (11:6). Vor 5908 Zuschauern in der Getec-Arena, die nach einem Ausfall der digitalen Anzeige ab der 10. Spielminute den Spielstand per Hand auf einer althergebrachten Steck-Tafel angezeigt bekommen hat, war Robert Weber (8/2) der erfolgreichste Werfer beim Gastgeber.

Der SCM drückte dem Spiel vom Beginn an den Stempel auf. Aus einer sehr kompakten und schnellfüßigen Deckung heraus, die in der ersten Halbzeit im Zusammenwirkung mit einem erneut gut aufgelegten Dario Quenstedt im Tor nur sechs Treffer zugelassen hatte, zogen die Magdeburger ihr gefürchtetes Tempospiel auf. Aber auch aus dem Positionsangriff wurden sehenswerte Treffer erzielt, so dass der Vorsprung vom 4:1 (8. Minute) zum 8:3 (17.) ausgebaut und bis zum Halbzeitpfiff souverän verteidigt werden konnte.

In der zweiten Hälfte ließen die Magdeburger dann nichts mehr anbrennen. Zwar fanden die Gäste etwas besser ins Spiel, dennoch konnte der SCM den Vorsprung mit einer konzentrierten Leistung im Angriff, in der Deckung und im Kasten noch weiter ausbauen. Als in der Schlussphase Keeper Dario Quenstedt in überragender Manier zwei Siebenmeter in Folge hielt, stand die Halle Kopf und zählte die letzten zehn Sekunden den Countdown bis zur Siegesfeier herunter.