Magdeburg/Nürnberg l Nicht einmal eine Woche nach dem Ende der Weltmeisterschaften geht das Schaulaufen der Handball-Stars in Deutschland weiter: Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson, das in Katar mit Rang sieben dem Olympia-Ticket für Rio einen großen Schritt näher gekommen ist, trifft beim Allstar Game in Nürnberg am Freitagabend (19.45 Uhr/Sport1) auf die elitäre Liga-Auswahl.

Zum Kreis der von den Fans und Trainern auserwählten Allstars gehören neben Filip Jicha (Kiel), Anders Eggert (Flensburg), Niklas Landin (Rhein-Neckar Löwen) oder Weltmeister Kevynn Nyokas (Göppingen) auch die Magdeburger Robert Weber und Bartosz Jurecki an. Dabei hätte sich den beiden Nationalspielern aus Österreich und Polen eigentlich die Chance geboten, das nachzuholen, was der WM-Spielplan bzw. die Einsatzkonzeption von Sigurdsson verhindert hatten: Ein direktes Aufeinandertreffen mit dem dreimal für Deutschland in Katar aufgebotenen SCM-Teamkollegen Matthias Musche.

Doch das Wiedersehen der speziellen Art droht erneut zu platzen, denn Musche ist mit einer Wadenzerrung von der WM heimgekehrt. "Ich trainiere zwar wieder, lasse aber Sprinten und Springen weg. Die Verletzung muss erst richtig auskuriert werden", deutet der Linksaußen an, dass er das "tolle Event" in Nürnberg nur als Zuschauer erleben wird.

"Die WM war hart und anstrengend", muss auch der mit Überraschungs-Bronze heimgekehrte Jurecki eingestehen. "Viel Zeit ist nicht, um sich auszuruhen. Aber das ist schon okay", trägt es der ins Allstar-Team der WM gewählte Kreisläufer mit Fassung, dass er nur einen Tag nach dem Einstieg ins Mannschaftstraining schon wieder auf Achse gehen muss.

Dagegen ist der Torhunger von Weber längst noch nicht gestillt. Der Rechtsaußen, der zum fünften Mal in Folge ins Allstar-Team gewählt wurde, ist "immer wieder gern dabei, es macht total Spaß, mit den anderen Handball-Größen zusammenzuspielen."

 

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