Magdeburg l Geir Sveinsson war zur aktiven Zeit ein echter Pokalheld. Mit ihm haben sich nicht nur Isländer, sondern auch Spanier gefreut. "Der Pokal hat in jedem Land eine besondere Bedeutung", ist sich der Trainer des SC Magdeburg sicher. Es ist eben eine besondere Faszination des Wettbewerbs, weil "er komprimiert auf wenige Spiele ausgetragen wird, und im Final Four entscheidet die Tagesform", weiß Sportchef Steffen Stiebler, der die Trophäe 1996 mit dem SCM gewann. Aber zunächst geht es durchs Viertelfinale, das am heutigen Mittwoch gegen Göppingen um 19 Uhr in der Getec-Arena angeworfen wird.

Warum seit 19 Jahren keinem SCM-Team mehr der Pokalsieg gelungen ist, erklärte Stiebler am Beispiel der jüngeren Vergangenheit: "Wir haben eine Talfahrt durchschritten, sind immer auf die Top-Vier-Mannschaften getroffen. Da gab es wenig Chancen für uns, weiterzukommen." Jetzt aber ist der SCM qualitativ gewachsen, zählt selbst zu den Top-Teams, hat eine Serie von 12 Pflichtspielsiegen, elf in der Liga, hinter sich gebracht. Dennoch mahnt Sveinsson: "Der Pokal ist immer eine ganz andere Geschichte."

Der Coach kennt sich aus mit der Pokal-Faszination, er hat mit Valur Reykjavik zweimal die isländische und mit CBM Alzira Avidesa einmal die spanische Trophäe gewonnen, und immer "war die Stimmung riesig", erinnerte sich der 51-Jährige, damals in den 1990er Jahren einer der besten Kreisspieler der Welt. Die Stimmung wird auch heute riesig sein. Aber das macht die Aufgabe nicht leichter. Göppingen ist nicht mehr das Göppingen vom Dezember, als der SCM in der Liga mit 36:33 gewann. An jenem Tag beklagte Frisch Auf einige Ausfälle. Diesmal "werden sie mit voller Kapelle antreten", so Sveinsson. "Das ist eine starke Truppe.

Der SCM wird ebenfalls mit dem stärksten Aufgebot antreten, weil Marko Bezjak seinen Magen-Darm-Infekt genauso überwunden hat wie Espen Lie Hansen seinen grippalen. "Alle fühlen sich wohl und bereit", erklärte Sveinsson. Bereit für den nächsten Coup.