Magdeburg l Dem Spielplan sei Dank, dass der SCM nach der der 29:33-Auswärts-Niederlage in Hamburg mit einem Heimspiel weitermachen kann. Denn mit den eigen Fans im Rücken fällt es wesentlich leichter, Schwung für eine neue mögliche Erfolgsserie aufzunehmen. Auf diesen Synergieeffekt setzt auch Marko Bezjak: "Die Liga läuft weiter, Lemgo ist wieder ein neues Spiel. Darauf haben wir uns gut vorbereitet. Ich denke, dass für uns eine neue Serie beginnen kann. Und mit unseren Fans ist es ein bisschen einfacher", so der Slowene, der nach der Auswertung der Niederlage beim HSV genau weiß, wo der Hebel neu angesetzt werden muss: "In Hamburg war nicht alles gut in Abwehr und Angriff. Das können wir besser."

Dass der Spielmacher derzeit mit Blessuren zu kämpfen hat und damit das Leid all jener Nationalspieler teilt, die ihrem Einsatz bei der WM langsam, aber sicher Tribut zahlen, ist für ihn nicht der Rede wert. Bezjak beißt klaglos auf die Zähne: "Ich versuche alles, dass ich spielen kann. Das wird schon gehen."

Sorgen macht sich auch Sportchef Steffen Stiebler, denn neben Fabian van Olphen sind auch Andreas Rojewski und Keeper Dario Quenstedt angeschlagen und konnten zuletzt nicht voll mittrainieren: "Je weiter die Saison voranschreitet, um so vorsichtiger müssen wir natürlich sein. Aber dennoch gehe ich davon aus, dass wir gegen Lemgo mit voller Kapelle auflaufen werden."

Die gerissene Serie von elf gewonnenen Punktspielen in Folge ist dagegen - so zumindest Stieblers Eindruck von den letzten Tagen der Vorbereitung auf den TBV - "nicht mehr in den Köpfen der Spieler drin". Schließlich sei irgendwann jede Serie einmal zu Ende, und in Hamburg zu verlieren sei sowieso "kein Drama". Vielmehr gelte es, nach vorne zu schauen und neue Ziele ins Visier zu nehmen. Stiebler: "Wichtig ist, dass wir gegen Lemgo schon von Beginn an die volle Konzentration hinbekommen, das war in Hamburg ja nicht der Fall. Wir müssen über die Physis und Abwehr ins Spiel kommen, das waren bisher unsere Schlüssel zum Erfolg."

Zwar reist der TBV "nur" als Tabellenfünfzehnter an, doch der Aufwärtstrend der jüngsten Vergangenheit hat auch SCM-Trainer Geir Sveinsson hellhörig gemacht. Er stellt sein Team auf harte Gegenwehr ein: "In der Endphase einer Saison ist jeder Gegner gefährlich. Wenn du nicht bereit bist, kannst du locker zu Hause verlieren. Egal gegen wen, wir müssen in jedem Spiel kämpfen und Gas geben."