Magdeburg l Spannend bleibt es nicht nur im Kampf um die Tabellenspitze in der Handball-Bundesliga, sondern auch das Rennen um die Europacup-Plätze. Und mittendrin will der Tabellenvierte SC Magdeburg weiter ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Dafür muss am Mittwoch im Heimspiel gegen den THW Kiel möglichst nachgelegt werden, denn am Ostersonntag hat Flensburg mit seinem 20. Saisonsieg Platz drei untermauert. Bester Werfer beim 27:24-Heimerfolg der Nordlichter gegen Minden war Anders Eggert mit zwölf Toren.

Derweil ist in Magdeburg bereits alles angerichtet für das Spiel der Spiele in der Getec-Arena. Und die wird am Mittwochabend wieder zum brodelnden Hexenkessel, denn nichts geht mehr am Ticketschalter. Ebenso wie das letzte Heimspiel der Saison gegen die Rhein-Neckar Löwen am 5. Juni heißt es schon seit Längerem: Ausverkauft!

Eine mobilmachende Wirkung hat der Heimkracher auch auf den Gesundheitszustand der SCM-Spieler. Die Fragezeichen Mitte der Woche verwandeln sich langsam aber sicher in Ausrufezeichen: Nachdem Jacob Bagersted und auch Torjäger Robert Weber bereits Karfreitag ins Mannschaftstraining eingestiegen sind, stießen am Sonntagnachmittag auch noch Andreas Rojewski und Torhüter Jannick Green dazu. Damit hatte Trainer Geir Sveinsson für die heiße Phase der Vorbereitung erstmals alle Mann an Bord. Trotzdem sei "Kiel der klare Favorit. "Da braucht man nicht zu diskutieren. Aber es gibt immer die Möglichkeiten, zwei Punkte zu holen. Das wollen wir", so der Coach.

Auch beim THW, der bereits heute anreist, weiß man, was die Stunde geschlagen hat: "Uns erwartet ein ganz schweres Spiel in einer heißen Atmosphäre. Wir müssen alles geben, um zu gewinnen", meint Marko Vujin. Und für THW-Geschäftsführer Thorsten Storm ist klar: "Magdeburg ist für uns das erste von sechs Endspielen."