Volksstimme: Zwei Siege - das Experiment mit dem Kurztrainingslager scheint ja perfekt geklappt zu haben?
Geir Sveinsson: Es gibt immer Vor- und Nachteile. Zu Hause haben die Spieler ihre gewohnte Umgebung und die Familie in der Nähe. Auch die Möglichkeiten zur Regeneration, die medizinische Betreuung und Physio sind dort optimaler. Aber für mich haben die Vorteile überwogen: Wir haben uns in Viernheim konzentriert vorbereitet und zwei Tage sehr gut trainiert. Das war schon mal eine erste Übung für die kommende Saison, denn wenn wir international spielen, dann wird alles ähnlich sein.

Für Youngster Alexander Saul, der als Einziger nach Magdeburg zurückgekehrt war, um der Zweiten in Bernburg zu helfen, war es dagegen Stress pur. Lohnt sich der Aufwand, zumal er wie schon gegen Melsungen nicht zum Einsatz kam?
Wir wussten nicht, was mit Andreas Rojewski wird. Und mit nur zwei Linkshändern aufzulaufen, das Risiko war mir zu groß. Gegen Melsungen hatte Jure Natek einen super Lauf. Gegen Friesenheim hätten wir Alex gut gebrauchen können, weil Jure früh zwei Zeitstrafen kassiert hat. Ich habe Alex gefragt, ob er rein kann, doch er hatte sich gegen Bernburg einen Pferdekuss zugezogen und geantwortet: Nein, es geht nicht.

Dafür ging es zum Glück bei Andreas Rojewski wieder. Seine Einwechslung in der 50. Minute sorgte für entscheidende Impulse in der Deckung.
Dass "Roje" endlich wieder spielen konnte, war für ihn, aber auch für uns sehr, sehr wichtig.

Noch ein Wort zur Leistung von Torhüter Jannick Green?
Überragend!