Magdeburg (jb) l Mit dem Bart ist das so eine Sache. Vor allem die Frauen haben etwas dagegen. Rund 40 Prozent nervt die Stoppeln beim Küssen. 15 Prozent lehnen Männer mit Bart ganz ab, so eine Men\'s-Health-Umfrage. In der Handball-Bundesliga ist der Bart trotzdem in Mode gekommen. Beim SC Magdeburg lassen es inzwischen 80 Prozent der Spieler sprießen - je nachdem auf der Oberlippe, als Spitz-, Drei-Tage- oder Vollbart.

SCM-Trainer Geir Sveinsson, selbst alles andere als aalglatt, erklärt das Phänomen so: "Ich bin einfach nur zu faul, um mich ständig zu rasieren. Außerdem sieht das doch männlich aus, oder?" Bei den Spielern vermutet der Coach allerdings "ganz viel Aberglaube". Klar, gilt doch unter Sportlern das Motto: Wer rasiert, verliert! Demnach hat der mannschaftliche Bartwuchs beim SC Magdeburg seinen Ursprung ganz sicher in der grandiosen Erfolgsserie von elf Spielen ohne Niederlage.

Kreisspieler Jacob Bagersted findet, "Vollbart, das sieht doch cool aus. Wenn meine Frau der Meinung ist, jetzt reicht\'s, dann sagt sie immer: Du siehst aus wie ein skandinavischer Bär." In seiner Heimat Dänemark gebe es die Tradition des Final-Four-Bartes. "Der bleibt dran, bis man ausgeschieden ist." Beide ließen sich auf einen Deal mit der Volksstimme ein: Sveinsson rasiert sich, wenn der SC Magdeburg den Pokal holt, Bagersted, wenn der SCM verliert - einer muss also auf jeden Fall dran glauben...