Volksstimme: Herr Eulenspiegel, als Maskottchen der SCM-Handballer dürfen Sie in Hamburg nicht fehlen, oder?
Till Eulenspiegel:
Ich bin die Nummer 1, das steht auf meinem Trikot - ich bin als Teil der Mannschaft also unabkömmlich. Den Termin habe ich seit Saisonbeginn in Absprache mit meinem Chef geblockt.

Sie haben es also geahnt, dass der SC Magdeburg es in diesem Jahr schafft?
Geahnt? Ich habe es gewusst, wir waren einfach mal dran. Und genauso bin ich davon überzeugt, dass wir den "Pott" holen.

Wie lief ihre Vorbereitung?
Ich bin gejoggt und fit wie ein Turnschuh. Wie es sich für einen Profi gehört, habe ich auch Video geschaut und das große Maskottchen-Rennen bei Stefan Raabs Eisfußball-Pokal analysiert. Da habe ich gesehen, die Konkurrenz schläft nicht. Und ich habe zehn Batterien einstecken.

Warum das denn?
In dem Kostüm kommt man wahnsinnig ins Schwitzen. Wenn dann auch noch wie beim Viertelfinalspiel gegen Göppingen der Ventilator ausfällt, beschlagen meine Plasikaugen und ich sehe nichts mehr. Als mich Andreas Rojewski bei der Siegesfeier Huckepack genommen hat, dachte ich erst, ich werde entführt. Diesmal behalte ich ganz bestimmt den Durchblick.

Ärgert es Sie, dass keiner weiß, wie Sie wirklich aussehen?
Nein, das ist gut so, denn sonst würde jeder mein Geheimnis kennen. Denn unter uns: Till Eulenspiegel ist eine Frau.