Magdeburg (jb/dpa ) l Die Leidensfähigkeit von Yves Grafenhorst wurde im Final-Four-Finale auf eine harte Probe gestellt. Die Frage danach, welche Schmerzen größer waren, die physischen oder die seelischen, erübrigte sich beim Hinsehen: beides schien unerträglich. Doch der Linksaußen ertrug die doppelten Qualen "wie ein Mann".

Die während des Endspiels im Zweikampf ausgekugelte linke Schulter wurde von einem Rettungsarzt in der Kabine nach einer Betäubung wieder eingerenkt. Am Montag folgte ein MRT und durch einen Schulterspezialisten in der orthopädischen Uniklinik Magdeburg weiter Untersuchungen. Dem Vernehmen nach droht Grafenhorst jedoch das vorzeitige Saison-Aus.

Update (12. Mai 2015, 13.42 Uhr): Yves Grafenhorst muss voraussichtlich operiert werden. Eine Untersuchung habe ergeben, dass sowohl der untere Schulterpfannenrand als auch die Kapsel beschädigt wurde, teilte der Verein mit. Damit wird Grafenhorst in dieser Saison definitiv nicht mehr für den SC Magdeburg spielen können.