Wie geht es Ihnen am Tag nach der Final-Niederlage gegen Flensburg-Handewitt?
Marc Schmedt: Wir sind alle etwas müde. Die mentale Anspannung war extrem hoch. Aber die Enttäuschung über das Nichterreichte darf nicht im Ansatz die Freude über das Erreichte schmälern. Wir sind auf der Bühne zurück.

Ist Magdeburg auch bereit für die Champions League?
Die Champions League ist das, was wir alle wollen. Das liegt aber nicht nur an uns, sondern beim Europäischen Handballverband EHF. Qualifiziert sind aus der Bundesliga die ersten beiden Teams. Zu den festen Startplätzen vergibt die EHF weitere acht zusätzliche an alle Nationen. Die Bewerbungsfrist endet am 9. Juni. Wir setzen uns mit dem Thema intensiv auseinander.

Was würde der Wild-Card-Antrag für die Kaderplanung bedeuten?

Wir müssen insgesamt breiter aufgestellt sein, das gilt sowohl für die Champions League als auch EHF-Cup. Wir wollen im internationalen Wettbewerb eine gute Rolle spielen und uns gleichzeitig in der Bundesliga stabilisieren. Schon deshalb ist Handlungsbedarf gegeben.

Es wird also in den kommenden Wochen Neuverpflichtungen geben, oder?
Wir haben zumindest die Augen offen. Was wir einfach merken, ist das Interesse von Spielern, zum SCM zu kommen. Das ist ein Ergebnis unserer Arbeit in den vergangenen Jahren.