Magdeburg l Dieser "Ritterschlag" hat Tomasz Gebala sichtlich überrascht: Nach der Partie zollte Füchse-Star Iker Romero dem achtfachen Torschützen auf besondere Weise Respekt. Er herzte den SCM-Youngster, klopfte ihm auf die Schulter und flüsterte dem "Verlierer" ein paar aufmunternde Worte ins Ohr. Janette Beck sprach mit dem 19-jährigen Polen.

Acht Tore, sieben davon in der zweiten Halbzeit - Sie haben Füchse-Keeper Silvio Heinevetter das Leben zur Hölle gemacht. Waren Sie selbst überrascht, dass es so gut lief?
Tomasz Gebala:
Acht Tore in einem Spiel, das klappt nicht immer, schon gar nicht in der Bundesliga. Ich versuche immer mein Bestes zu geben, aber wenn es läuft, dann läuft es. So ist das oft. Trotzdem haben wir verloren, deswegen kann ich mich nicht so richtig freuen.

Dafür gab es viel Lob von den Teamkollegen, vom Trainer und sogar vom Gegner. Das muss Sie doch stolz machen?
Wie gesagt, ich hätte lieber gewonnen. Und ich denke nicht über meine Tore nach, sondern darüber, was ich noch besser hätte machen können. Ich will meine Chance nutzen und freue mich, wenn ich der Mannschaft helfen kann.

Hat man als junger Spieler keine Angst vor großen Namen?
Nein, das wäre nicht gut. Wir sind eine Mannschaft, haben ein Ziel. Wenn man auf dem Spielfeld steht, dann ist es egal, ob man jung oder alt ist, ein Tor oder zehn Tore macht. Jeder muss mutig sein und versuchen, sein Bestes zu geben.