Leipzig (dpa). Die deutschen Clubs haben ihre Ausnahmestellung auf Europas Handball-Parkett untermauert. Angeführt von Titelverteidiger THW Kiel, visieren die Bundesligisten in der Champions League die Endrunde an. Der deutsche Meister feierte im Achtelfinal-Hinspiel bei KIF Kolding einen überlegenen 36:29 (17:16)-Erfolg und kann bereits vor dem Rückspiel für das Viertelfinale planen. "Unser erstes Ziel in der Champions League lautet, das Final Four in Köln zu erreichen. Das wird nicht einfach, da es viele gute Mannschaften gibt", warnte Trainer Gislason.

Eine glänzende Ausgangsposition hat sich auch die SG Flensburg-Handewitt geschaffen: Ohne vier Stammkräfte kam der Bundesliga-Sechste zu einem 27:26 (9:12)-Erfolg bei Pick Szeged in Ungarn. "Heute haben alle die Höchstpunktzahl zehn verdient", sagte Trainer Vranjes, der neben Carlen, Knudsen und Djordjic kurzfristig auch Abwehrchef Karlsson ersetzen musste.

Einen Befreiungsschlag landete der TBV Lemgo im EHF-Pokal. Nach durchwachsenen Leitungen und dem verkündeten Trainerwechsel zur neuen Saison trumpfte der Cupverteidiger bei "Angstgegner" Ademar Leon groß auf und gewann sein Viertelfinal-Hinspiel in Spanien mit 31:27 (15:13). "Das war schon beeindruckend", befand Geschäftsführer Volker Zerbe, "wir haben nun einen Fuß in der Tür zum Halbfinale, aber wir müssen beim Rückspiel mit unseren Fans im Rücken den gleichen Hexenkessel entfachen wie hier in Leon."

Im gleichen Wettbewerb ging der TV Großwallstadt zwar als Verlierer aus der Halle, kann sich aber nach der 31:32 (17:15)-Niederlage bei Saint-Raphaël HB Hoffnungen auf die nächste Runde machen.