Im Magdeburger Zoo steht eine große Investition vor dem Abschluss : Am 1. Juni wird an Africambo 1 das rote Band durchschnitten – für Nashorn und Co. sowie für die Zoobesucher.

Neue Neustadt. Africambo 1 zeigt längst die Konturen seines künftigen Aussehens : Ausgehobene Gräben, Holzpalisaden, gewaltige Steinquader, die das Gelände für zunächst drei Nashörner, für Affen, Zwergmangusten, Zebras, Giraffen abgrenzen. Noch aber wirbeln Radlader Staub auf, wird Beton gegossen, werden riesige Natursteine bewegt.

Im Inneren des Nashorn-Schauhauses in der Afrika-Anlage zaubern Uwe Thürnau ( 58 ) und sein Team von Studio Grafico Naturlistico namibisches Flair. Mit Pinsel und Kelle, Farben und Spezialmörtel sowie mit großer Kunstfertigkeit verwandeln sie das 481 Quadratmeter große Eigenheim der Spitzmaulnashörner in eine afrikanische Savannenlandschaft. Seit Oktober hat der in Berlin geborene Künstler, der in Österreich die Firma betreibt und in Italien wohnt, im Nashorn-Haus das Sagen. 35 Meter lang ist das von ihm modellierte und farblich gestaltete Panorama mit den namibischen Schirmakazien.

Nicht nur, weil Uwe Thürnau Namibia kennt und weil dort das Spitzmaulnashorn zu Hause ist, wurden Motive aus diesem afrikanischen Land gewählt. Der hiesige Zoo beteiligt sich dort an einem Forschungsprojekt zu Nashörnern.

Mit der Firma ist in Magdeburg ein Team aktiv, das sich auf die Ausgestaltung von Zoos spezialisiert hat. Aktiv war es u. a. in Genua, Wien, Verona, Leipzig, Duisburg.

Thürnau gestaltet in Magdeburg außer dem Nashornschauhaus die Mungo-Anlage im Außenbereich sowie den Wasserfall. Das Finale ist sowohl dort als auch im Schauhaus in Sicht. " Am 1. Juni wird die gesamte Anlage Africambo 1 eröffnet ", sagte Zoopressesprecherin Regina Jembere am Freitag. Die Zoo GmbH investiert für die insgesamt 20 000 Quadratmeter große Afrika-Anlage 3,2 Millionen Euro.

Regina Jembere weiter : " Wer sich vorher exklusiv mit Zoodirektor Kai Perret auf eine Baustellenbegehung dieser imposanten Afrika-Anlage begeben möchte, hat noch einmal am 16. Mai, um 12 Uhr die Gelegenheit. " Dann sei es möglich, einen Blick in die noch nicht vollständig fertigen " Wohnstuben " der Nashörner und der Antilopen zu werfen.

Außerdem werde über die zoologischen Konzepte informiert, die hinter den Vergesellschaftungen der unterschiedlichen Tierarten in Africambo 1 stecken, sagte sie.