Von Janette Beck

Magdeburg. In der Geschäftsstelle des SC Magdeburg herrscht auch an den "Ruhetagen" reges Treiben. Während die Spieler nach zwei nicht ganz unerwarteten Niederlagen gegen absolute Top-Teams ihre Wunden lecken und sich darauf vorbereiten, um beim Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen den VfL Gummersbach (20.15 Uhr) das Blatt wieder zum Positiven zu wenden, bestellen Schmedt & Co. derweil das (Um)Feld für die kommende Saison.

Oberste Priorität haben dabei die Lizenzunterlagen, die bis zum 1. März bei der Handball-Bundesliga (HBL) eingereicht werden müssen. "Wir haben bereits alles zusammen und werden die Unterlagen nächste Woche abgeben", erklärte Geschäftsführer Marc Schmedt gestern dazu. "Zwar befinden wir uns nach wie vor noch in der Konsolidierungsphase, aber da wir 2010 ein positives Geschäftsjahr hatten und wir unsere Verbindlichkeiten schrittweise weiter abbauen konnten, gehe ich davon aus, dass wir keine Probleme haben werden", blickt er dem Lizenzierungsverfahren gelassen entgegen.

Mit Wohlwollen und sicher auch ein wenig Stolz registriert der neue Mann auf der Kommandobrücke des Traditionsvereins, dass der momentan auf Rang sieben platzierte SCM sein Image nicht zuletzt aufgrund der sportlichen Leistungen mächtig aufpolieren konnte. "Wir empfangen aus verschiedenen Richtungen positive Signale. So freut es mich natürlich sehr, dass die letzten beiden Heimspiele vor ausver-kauften Rängen stattfanden. Und auch wenn die Partie gegen Hamburg verloren ging, so haben sich die Zuschauer mit Standing Ovations verabschiedet, so dass ich davon ausgehe, dass der Trend trotz allem anhält und wir auch am Mittwochabend gegen Gummersbach gut besucht sind", so Schmedt.

Und auch von der Sponsorenfront gibt es nur gute Nachrichten. So konnten zuletzt mit Maco Möbel (bereits für die laufenden Saison) sowie mit der Niederlassung Braunschweig der Credit Suisse / Deutschland AG (mit Beginn der kommenden Spielzeit) zwei neue Sponsoren gewonnen werden. Schmedt: "Das sind zwar keine exorbitanten Summen, aber es freut uns natürlich, dass das Interesse der regionalen Wirtschaft am SCM stetig steigt."

Aber auch für die Fans gibt es ein Service-Extra: Entgegen der bisherigen Praxis wurde für alle verbleibenden sieben Heimspiele des SCM der Freiverkauf der Eintrittskarten ab sofort geöffnet.