In Vorbereitung auf das morgige Heimspiel gegen den VfL Gummersbach (20.15 Uhr/Bördelandhalle) haben die Handballer des SCM die gewohnten Pfade kurzzeitig verlassen. Auf Initiative der Führungsetage hin ließen van Olphen & Co. bei einem "Familientag" Beine und Seele baumeln und tankten so neue Kraft, um die Mini-Serie von zwei Niederlagen in Folge zu stoppen.

Magdeburg. "Das war eine gute Idee der Vereinsführung. Ich glaube, uns allen tat die kleine Pause mal gut, denn es war insgesamt gesehen doch ein sehr harter Einstieg in die Rückrunde", verriet gestern SCM-Coach Frank Carstens, dass er trotz der Niederlagen gegen Hamburg und die Rhein-Necker Löwen ("Ich bewerte die Ergebnisse nicht über, denn wir standen zwei absoluten Top-Teams gegenüber, die gewinnen mussten bzw. was gutzumachen hatten und somit hochkonzentriert zu Werke gingen.") zwei Tage lang die Zügel ein wenig lockerer gelassen hatte. So hatte man sich am Freitag mit Kind und Kegel im Sportpark Sudenburg getroffen, um gemeinsam zu bowlen, zu plaudern und auf andere Gedanken zu kommen. Und auch am Samstag durften die Spieler auf der faulen Haut liegen.

Inzwischen herrscht aber längst wieder Handball-Alltag, denn mit dem Gummersbach wartet bereits die nächste große Herausforderung auf den Tabellensiebten. Nicht zuletzt geht es darum, sich den punktgleichen Tabellennachbarn (24:20) vom Leibe zu halten.

"Das Training bestand zuletzt aus einem Mix aus Athletik und Arbeiten an den Fehlern. Vor allem lag der Fokus ganz eindeutig darauf, die Leistung in der Verteidigung zu stabilisieren, denn gerade bei den Löwen und ihren starken Rückraumschützen Stefansson, Sesum und Bielecki sind wir mit unserem System an unsere Grenzen gestoßen. Die Kooperation zwischen Torhüter und Abwehr war alles andere als optimal", legte Carstens den Finger in die Wunde. "Die Verteidigung ist die Basis von allem, dahin müssen wir zurückkommen."

Ins Mannschaftstraining zurückgekommen ist Yves Grafenhorst. Der Linksaußen hatte sich vor einer Woche bei den Löwen eine schmerzhfate Rückenprellung zugezogen und musste Ende der ersten Halbzeit vom Feld. Gestern Abend zeigte sich der 26-Jährige optimistisch, gegen Gummersbach auflaufen zu können: "Es wird von Tag zu Tag besser, sodass ich zum jetztigen Zeitpunkt davon ausgehe, dass ich spielen kann."