Magdeburg. "Da gibt es nichts Neues." Das war seit Wochen die Antwort von der Kommando-Brücke des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg, wenn es um die noch offenen Fragezeichen hinter den im Juni auslaufenden Verträgen der beiden 23-jährigen "Youngster" Steffen Coßbau und Dennis Krause ging. Seit gestern aber bewegt sich zumindest in eine Richtung etwas. "Wir haben Steffen Coßbau in dieser Woche ein Angebot zur Vertragsverlängerung um ein Jahr vorgelegt und ich denke, dass wir da auch zusammenkommen werden", erklärte Manager Marc Schmedt gestern auf erneute Nachfrage.

Coßbau, der mit dem SCM mitten in den Vorbereitungen auf das Heimspiel gegen FrischAuf Göppingen am kommenden Dienstag (20.15 Uhr) steckt, wollte oder konnte gestern keine weiteren Details preisgeben. "Aus meiner Sicht ist es erstmal ein gutes Zeichen, dass ich jetzt etwas vorliegen habe. Aber ob und inwieweit das Ganze noch verhandelbar ist, zum Beispiel was die Lauflänge betrifft, weiß ich nicht. Das wird sich dann hoffentlich klären, wenn wir in der nächsten Woche das erste Mal zusammen an einem Tisch sitzen", so der Linksaußen, bei dem in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben "der eine oder andere Verein, darunter auch Zweitligist Empor Rostock" an die Tür geklopft haben. "Aber ich habe noch mit keinem Verein konkret verhandelt. Das wäre ja wohl auch verlogen gewesen, da ich immer gesagt habe, der SCM ist mein erster Ansprechpartner."

Anders sieht es beim Rückraum-Riesen Krause aus, der sich im Mai letzten Jahres eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte und nach langer Leidenzeit in diesen Tagen schrittweise ins Mannschaftsraining zurückkehrt. Schmedt: "Dennis hat seit neun Monaten nicht gespielt, da jetzt Vertragsgespäche zu führen, macht keinen Sinn. Wir müssen erstmal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Ich denke mal, Dennis sieht das ähnlich, denn auch von seinem Berater wurden noch keine Verhandlungen angemahnt."