Beim 34 : 34 im zweiten EMSpiel gegen Slowenien war der Magdeburger Christoph Theuerkauf erfolgreichster deutscher Werfer. Mit dem 25-jährigen Kreisspieler sprach Volksstimme-Redakteur Klaus Renner.

Volksstimme : Gratulation zu Ihrer beeindruckenden Leistung bei der spannenden Aufholjagd. War das für Sie ein gewonnener oder ein verlorener Punkt ?

Christoph Theuerkauf : Wenn man bedenkt, dass wir zwischenzeitlich mit sieben Toren hinten lagen, ist es ein gewonnener, wenn man dagegen in Betracht zieht, dass wir in den Schluss-Sekunden sogar noch in Ballbesitz waren, ein verlorener Punkt. Ich glaube aber, nach diesem deutlichen Rückstand kann man doch von einem gewonnenen Punkt sprechen.

Volksstimme : Wie hat Bundestrainer Heiner Brand nach dem Abpfiff reagiert ?

Theuerkauf : Er hat in der Kabine gesagt, er hätte es nicht für möglich gehalten, dass wir die Fehlerquote vom Spiel gegen Polen noch mal toppen würden. Wir haben alle höhere Ansprüche. Und wir sind uns auch im Klaren darüber, dass ein solcher Kraftakt wohl nicht immer möglich ist.

Volksstimme : Heute nun spielt die DHB-Auswahl im alles entscheidenden Spiel um den Einzug in die Hauptrunde gegen Rekord-Europameister Schweden. Was muss da besser werden ?

Theuerkauf : Kampfgeist und Einstellung sind nicht unsere Probleme. Aber wir müssen gegen Schweden die sogenannten einfachen Tore, vor allem im Gegenstoß, machen.

Volksstimme : Welche Reaktionen gab es aus der Heimat ?

Theuerkauf : Ich habe sehr viele Glückwünsche erhalten. Aber Tatsache ist doch : Was bringt es, wenn ich ein gutes Turnier spiele und wir nach der Vorrunde von der EM abreisen müssen ? Es zählt nur die Mannschaftsleistung. Deshalb gilt auch alle Konzentration dem heutigen Spiel gegen Schweden, denn unser Nahziel lautet : Hauptrunde.