Sportdirektor an meiner Seite. Er hat mich in vielerlei Hinsicht sehr gefordert.

Volksstimme : Was geht in Ihnen vor Ihrem letzten Spiel als SCM-Trainer vor ?

Biegler : Es mag für Außenstehende unverständlich erscheinen, aber ich bin zu lange im Geschäft, um sentimental zu werden. Unser eng gestrickter

Trainer Michael Biegler verlässt die Kommandobrücke der SCM-Handballer. Der 48-Jährige ist ab morgen Coach beim Liga-Konkurrenten TV Großwallstadt. Volksstimme-Redakteur Klaus Renner sprach vor dem gestrigen Spiel mit dem Diplom-Sportlehrer.

Volksstimme : Wie fällt Ihre Bilanz nach 22 Monaten beim SC Magdeburg aus ?

Michael Biegler : Mein Job ist resultatsorientiert. Über die gesamte Zeit gesehen, in Anbetracht unseres immer wieder wechselnden Kaders und einigen Langzeitverletzten ist das sportliche Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Privat haben wir uns, meine Lebensgefährtin, die kleine Jule und ich, hier sehr wohl gefühlt und eine ganze Reihe netter Menschen kennengelernt.

Volksstimme : Was ist nicht so gelaufen, wie Sie es sich vorgestellt haben ?

Biegler : In der Bundesliga haben wir gut abgeschnitten, aber summa summarum hätte auch einiges besser laufen können. Unsere Auftritte im Europapokal waren nicht so prächtig. Vor allem das Ausscheiden gegen Gummersbach hat so richtig wehgetan. Das Rückspiel war eine Katastrophe. Fakt ist auch, dass wir im DHB-Pokal keinen Fuß auf den Boden bekommen haben.

Volksstimme : Wie würden Sie Ihr Verhältnis zum ehemaligen Sportdirektor Stefan Kretzschmar charakterisieren ?

Biegler : Ich kenne Stefan Kretzschmar schon sehr lange, noch aus seiner Zeit als junger Spieler in Gummersbach. Beim SCM hatte ich ihn dann als Terminkalender lässt auch keine Gefühlsausbrüche zu. Kapitel enden nun einmal und Bücher schließen sich.

Volksstimme : Was nehmen Sie an Positivem aus Magdeburg mit ?

Biegler : Es war für mich eine Freude, dass der Sportdirektor nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn von Zeit zu Zeit mittrainiert hat. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich habe in Magdeburg versucht, die Mannschaft mit so vielen Punkten wie möglich zu übergeben, damit nichts mehr anbrennen kann.