SCM : Eijlers, Müller – Wiegert 2, van Olphen 2, Weber 6 / 3, Theuerkauf 4 / 2, Grafenhorst 3, Tönnesen 3 / 1, Jurecki 2, Kabengele, Rojewski 2, Grohmann.

VfL Gummersbach : Lucau, Stijanovic, – Fäth, Krantz 6, Pfahl 2, Szilahyi 2, Vukovic 9, Rahmel, Wagner 8 / 7, Zrinic 3, Gunnarsson, Lützelberger 1.

Schiedsrichter : Fleisch / Rieber ( Ostfildern / Nürtingen ). Zuschauer : 7012. Siebenmeter : Gummersbbach 8 / 7, SCM 8 / 5. Zeitstrafen : Gummersbach 6, SCM 3.

Gummersbach. Für die Handballer des SC Magdeburg endete gestern ein langer und anstrengender Tag mit einer bitteren Enttäuschung. Bereits gegen 5. 30 Uhr in der Frühe hatte bei den Spielern der Wecker geklingelt, denn um 7. 00 Uhr startete der Mannschaftsbus nach Köln, wo der SCM am Abend auf den VfL Gummersbach traf. Bei dem derzeitigen Wetterkapriolen waren Trainer Michael Biegler und seine Jungs gut beraten, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen. Doch Weitsicht, Engagement und über sechs Stunden Busfahrt sollten nicht belohnt werden, am Ende verloren van Olphen & Co. das Traditionsduell mit 24 : 31 ( 11 : 16 ).

Dabei war Kreisspieler Christoph Theuerkauf, zusätzlich motiviert durch die Nachricht, zum vorläufigen EM-Kader zu gehören, noch recht zuversichtlich vor dem Anpfiff : " Wir haben uns die letzten beiden Male in Köln hervorragend aus der Affäre gezogen. Wenn wir gegen den VfL wie im Vorjahr mit einem Tor gewinnen, wäre das ein tolles Weihnachsgeschenk für uns und unsere Fans. "

Doch leider blieb der fromme Weihnachtswunschgedanke unerfüllt. Schon früh zeichnete sich ab, dass es diesmal für den SCM in der Lanxess-Arena sehr schwer wird. Es brauchte ganze sechs Minuten und eine deutliche Auszeit-Ansprache von Trainer Biegler, ehe das erste Tor für die Magdeburger fiel – erzielt durch einen verwandelten Siebenmeter von Tönnesen. Zwei Minuten später verkürzte Weber auf 2 : 3. Das sollte das einzige Mal bleiben, dass der SCM Tuchfühlung zum Gegner hatte, denn den Gästen fehlte auch im weiteren Spielverlauf die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, so dass man weiter ins Hintertreffen geriet ( 4 : 8 / 17. ).

Dazu ließ auch die anfangs solide stehende Abwehr immer mehr nach. Gepaart mit den Fehlern im Angriff ermöglichte man den Gummersbachern einfache Tore zuhauf. In den letzten drei Spielminuten vor dem Halbzeitpfiff wuchs der Vorsprung durch vier Tore in Folge auf 16 : 11 an.

Die Hoffnungen auf eine bessere zweite Spielhälfte des SCM zerplatzten schnell. Stattdessen machte der Gastgeber Nägel mit Köpfen ( 24 : 14 / 38. ). Allerdings war die Gegenwehr der Magdeburger auch nicht allzu groß. In der Deckung fehlte die Bereitschaft dahinzugehen, wo es weh tut. Und auch vorn wurden die sich durchaus bietenden Chancen ( einige davon in Überzahl ) leichtfertig vergeben. Zwar konnte der SCM noch einmal auf 24 : 20 ( 52. ) verkürzen, doch um den Hebel noch einmal umzulegen, fehlten nicht nur die Zeit, sondern wohl vor allem auch Kraft, Biss und Einstellung.