Hamburg. Es bleibt dabei : Für den SCM ist Hamburg keine Reise wert. Einmal mehr hatten die Magdeburger, die letztmals 2003 zwei Punkte aus der Hansestadt entführen konnten, beim HSV nichts zu bestellen und gingen mit 27 : 35 ( 12 : 16 ) unter.

Dabei waren die Gastgeber - gewarnt durch die Klasseleistung der Biegler-Truppe gegen Kiel - ein wenig verhalten in die Partie gegangen, die mit einer Schweigeminute für Fußball-Nationalkeeper Robert Enke begonnen hatte : " Magdeburg hat eine homogene Truppe mit großem Kampfgeist und dadurch in ihrem letzten Auftritt gegen Kiel fast noch gepunktet. Wir müssen uns ebenso auf einen Kampf bis zum Schluss einstellen, doch mit unseren Fans haben wir aber auch einen großen Vorteil auf unserer Seite ", erklärte Trainer Martin Schwalb.

Dennoch war gerade er an " seinem " Tag vom Siegesgedanken beseelt. Denn gestern war nicht nur Karnevalsbeginn, sondern auch Martinstag. " Ja, klar - Ein gutes Omen !", erklärte der HSVCoach vor Anpfiff mit einem breiten Grinsen.

Freude und Spaß hatte Schwalb anfangs allerdings nicht, denn die Gäste machten das Spiel. Im Tor knüpfte Eijlers mit tollen Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter da an, wo er gegen Kiel aufgehört hatte. Vorn trafen Grafenhorst ( 2 ) Jurecki und Tönnesen eiskalt - 4 : 1 ( 5. Minute ).

Doch der Sturm währte nur kurz. Fünf Tore in Folge und es war vorbei mit dem grün-roten Zauber ( 4 : 6 / 10. ). Auch danach tat sich der SCM gegen die offensive, bis auf zehn Meter herausrückende HSV-Abwehr schwer. Die leichten Fehler wurden vom Gastgeber konsequent im Gegenstoß genutzt ( 13 : 8 / 21. ). Zwar konnte Weber nach zwei Siebenmeter-Fahrkarten seiner Vorgänger vom Punkt verwandeln und auf 13 : 10 ( 26. ) verkürzen, doch dann zog der HSV noch einmal an und drückte dem Spiel seinen Stempel auf.

In der zweiten Hälfte war dann bis auf Jurecki ( fünf Tore ) kaum noch etwas vom SCM zu sehen. Die Fehler-Arie im Angriff setzte sich fort, der Abwehr fehlte der richtige Biss. So hatten die Hamburger leichtes Spiel und bauten den Vorsprung erstmals in der 50. Minute ( 30 : 20 ) und letztmals in der 56. auf zehn Tore aus ( 34 : 24 ). Zu diesem Zeitpunkt hatte Trainer Biegler allerdings das Ding schon " abgeschenkt " und die zweite Reihe ( Grohmann, Coßbau und Böhm ) aufs Feld geschickt.

SCM-Trainer Biegler : " Gegen eine solche Supermannschaft wie den HSV kann ich mit dem Ergebnis leben. "

HSV Hamburg : Bitter, Sandström – Flohr 5, Duvnjak 7, Vori 4, Lijewski M. 1, Jansen 4, Gille G ., Lijewski K. 3 Lindberg 5 / 5, Hens 1, Schröder 5.

SCM : Eijlers, Müller – Wiegert, van Olphen 5, Weber 4 / 1, Theuerkauf 3 / 1, Grafenhorst 3, Tönnesen 3, Jurecki 6, Coßbau 1, Kabengele, Rojewski 2, Grohmann.

Schiedsrichter : Moles / Pittner ( Heddesheim / Laudenbach ). Zuschauer : 9351. Siebenmeter : Hamburg 6 / 5, SCM 4 / 2. Zeitstrafen : Hamburg 6, SCM 3.