Lübbecke : Blazicko, Putera – Felixson 6, Hansen 1, Jurecki 6, Niemeyer 5, Wiese 2, Bartsch 1, Olafsson, Remer 5, Rui 2, Tluczynski 2 / 2, Tesch 3.

SC Magdeburg : Eijlers, Müller – Wiegert 1, van Olphen 2, Weber 6 / 4, Theuerkauf 6, Grafenhorst 1, Tönnesen, Jurecki 1, Krause, Coßbau 4, Kabengele, Rojewski 2, Böhm 1

Lübbecke. Die Handballer des SC Magdeburg sind einmal mehr sang- und klanglos im DHB-Pokal ausgeschieden. Die Biegler-Truppe musste sich gestern Abend in der Lübbecker Merkur Arena nach einer indiskutablen Leistung dem Liga-Aufsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 24 : 33 ( 10 : 15 ) geschlagen geben.

" Wir bauen auf unseren Heimvorteil und werden alles geben, um in die nächste Runde einziehen zu können ", hatte TuS-Coach Patrik Liljestrand den Fokus erstmal auf den möglichen Einzug ins Achtelfinale gerichtet, bevor die beiden Gegner am Sonnabend an gleicher Stelle noch einmal zum Punktspiel aufeinandertreffen.

Und die Gastgeber gingen in der Tat hochkonzentriert in die Partie ( 2 : 0 / 4. Minute ). Die Magdeburger begannen dagegen fahrig. Es lief nichts zusammen, gleich die ersten drei Würfe fanden nicht den Weg ins Tor. So zog Trainer Michael Biegler früh die Notbremse : Auszeit. Allerdings ohne Wirkung. Während die Nettelstedter munter ihre Kreise zogen ( 7 : 3 / 15. ), blieb das Angriffsspiel der Magdeburger ideen- und hilflos. Vor allem Kapitän van Olphen stand gegen seine einstigen Teamkollegen völlig neben sich. Gleiches galt für Spielmacher Tönnesen.

Dafür konnte sich TuS-Keeper Putera mehrfach auszeichnen, der zwei Siebenmeter vereitelte und zudem vor allem Jurecki und Rojewski den Schneid abkaufte. Der eingewechselte Theuerkauf machte es besser, verkürzte mit seinem dritten Treffer zum 12 : 8 ( 25. ).

Wer die Hoffnung hatte, dass es nach dem Wiederanpfiff besser wird, sah sich getäuscht. Es kam noch schlimmer : Zwar ließ Trainer Biegler beim Wechseln nichts unversucht, brachte Wiegert für Tönnesen, Coßbau für Grafenhorst, ja sogar Krause und Böhm bekamen ihre Chance - doch das Angriffsspiel blieb weiterhin eine einzige Katastrophe. Beim 24 : 12 ( 41. ) drohte sogar eine Demontage. Zwar risssen sich die Magdeburger noch einmal zusammen, verkürzten noch einmal auf 29 : 21 ( 54. ), doch an der allemal blamablen Vorstellung konnte dies nichts mehr ändern.

" Das war eine unterirdische Leistung. Ohne Emotion, ohne Körpersprache kann man gegen so ein kämpferischen Team wie Nettelstedt nicht bestehen ", war Ex-Kapitän Steffen Stiebler restlos bedient.

Schiedsrichter Bauer / Holm ( Hagen ). Zuschauer : 1720. Siebenmeter : Lübbecke 4 / 2, SCM 6 / 4. Zeitstrafen : Lübbecke 1, SCM 2