Magdeburg ( rb ). Der SC Magdeburg hat nach den Worten seines Vizepräsidenten und Pressesprechers René Bethke " keine rechtlichen Schritte gegen Stefan Kretzschmar eingeleitet ".

Bethke reagierte damit gestern auf Volksstimme-Anfrage auf einen Bericht des Hamburger Magazins " Sport Bild ", demzufolge die Führung des SCM von seinem ehemaligen Sportdirektor " ein Strafgeld in Höhe von 10 000 Euro verlangt ". Kretzschmar soll, so die Zeitschrift, gegen eine Klausel in seinem Auflösungsvertrag von Ende August 2009 verstoßen haben, wonach ihm öffentliche kritische Äußerungen über den Verein untersagt seien.

Kretzschmars Arbeitsvertrag als Sportdirektor der Handball-Bundesligamannschaft war zum 31. August vorzeitig beendet worden.

" Wir haben bisher nur bei Kretzschmars Anwalt nachgefragt ", so Bethke weiter, " ob in einem früheren Sport-Bild-Bericht erschienene Aussagen Kretzschmars über die SCM-Führung tatsächlich so gefallen sind. " Eine Antwort des Anwalts stehe noch aus.

In einer " Sport-Bild " -Reportage über den angeblichen Absturz des SC Magdeburg war Kretzschmar seinerzeit so zitiert worden : " Allerdings müssen die Drahtzieher im Hintergrund, die meiner Meinung nach den Verein kleingeistig führen und somit zerstören, aussortiert werden. "

Bethke betonte gestern noch einmal, dass sich der SC Magdeburg weiterhin an die von beiden Seiten getroffene Vereinbarung halten und Stillschweigen wahren werde. " Wir treten nicht nach. " Das Stillschweigen betreffe auch alle Aussagen über im Raum stehenden Geldsummen.