Jetzt reicht’s ! Der SCM hat sein " Hammer " -Auftaktprogramm in der Handball-Bundesliga mit drei Niederlagen hinter sich. Nun muss Zählbares her. Trainer Michael Biegler sieht angesichts von Tabellenplatz 17 bei seinem Mini-Kader allerdings " keine Probleme mit der Psyche ".

Magdeburg. Die Bundesliga-Ansetzer hatten dem SCM mit den Partien in Lemgo ( 30 : 38 ), gegen Flensburg ( 28 : 29 ) und in Göppingen ( 26 : 29 ) zum Saisonstart ein geharnischtes Programm beschert. Die von Michael Biegler trainierte Sieben ist nach drei Niederlagen Vorletzter. Doch rechtzeitig zum Herbstanfang bessert sich die " Wetterlage ". Angesichts der nun folgenden Partien hofft die SCM-Fangemeinde, dass bereits morgen mit dem Spiel in der 2. Hauptrunde des DHB-Pokals beim brandenburgischen Oberligisten HC Neuruppin ( Anwurf 19. 30 Uhr ) ein " stabiles Hoch " für die Gladiators einzieht.

Immerhin sind am Sonntag Aufsteiger Hannover-Burgdorf, am 4. Oktober die Füchse Berlin und am 16. Oktober die HSG Wetzlar in der Bördelandhalle zu Gast. Auch die im Oktober anstehenden Auswärtsaufgaben in bei der HSG Düsseldorf ( 6. Oktober ) und beim TuS Nettelstedt-Lübbecke ( 24. Oktober ) lassen einen " auf Augenhöhe " agierenden SCM erwarten.

Biegler, bekanntlich mit Lob im Überschwang eher sparsam, nimmt sein Team in Schutz : " Wir hatten drei ganz schwere Spiele, die Mannschaft hat aber einen guten Job gemacht. Mit unserem Spielsystem und der eingeschlagenen Taktik waren wir gut unterwegs. Das Pokalspiel in Neuruppin wollen wir nutzen, um etwas für unser Selbstvertrauen zu tun. "

Psychische Nachwirkungen in den Köpfen seiner Akteure will der 48-J ährige nicht gelten lassen : " Ich habe nicht viel Angst um die Psyche der Mannschaft. Sie hat gezeigt, dass sie selbst in schwierigen Situationen nicht aufsteckt, sich nicht ergibt, sondern zurückkommt. "

Dennoch lassen sich die bekannten Tatsachen nicht wegreden : Erneut war es die Viertelstunde nach der Pause, in der der SCM nach einem 12 : 12 ( 32. Minute ) 14 : 19 ( 42. ) hinten lag. Wie schon im Heimspiel gegen Flensburg kämpften sich die van Olphen & Co. zweimal bravourös wieder heran ( 19 : 21 / 48. und 25 : 27 / 59. ). Als Jurecki in der 53. Minute eine Zeitstrafe erhielt, gelangen dem SCM in Unterzahl drei (!) Tore durch Wiegert ( 2 ) und van Olphen.

Aber auch das fiel auf : Während sich bei Frisch Auf Göppingen neun Spieler in die Torschützenliste eintrugen, trafen für die Elbestädter nur sechs. Die rechte Angriffsseite bleibt auch weiterhin die Achillesferse des SCM. Dem meist im rechten Rückraum eingesetzten Weber blieben nur zwei Treffer vergönnt. Und einziger Rückraum-Shooter ist derzeit nur Fabian van Olphen.

Bleibt das Fazit : Der erneut mit nur zehn Feldspielern angetretene SCM bleibt angesichts mangelnder personeller Alternativen und eingeschränkter taktischer Variabilität relativ leicht ausrechenbar.

f Verlosung : Für das nächste Bundesliga-Heimspiel des SC Magdeburg am Sonntag, dem 27. September, gegen Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf ( 15. 00 Uhr, Bördelandhalle ), verlost die Volksstimme zweimal zwei Eintrittskarten. f Modus : Um die Karten zu gewinnen, sollten Sie bis Freitag eine Postkarte mit dem Stichwort " Hannover " an folgende Adresse schicken : Magdeburger Volksstimme, Sportredaktion, Bahnhofstraße 17, 39104 Magdeburg. f Gewinner : Die Namen der Gewinner werden am Sonnabend, dem 26. September, veröffentlicht. Die Tickets können am Spieltag am Eingang 6 der Bördelandhalle abgeholt werden.