Neuruppin / Magdeburg. Die gute Nachricht zuerst : Die Handballer des SC Magdeburger stehen in der 3. Runde des DHB-Pokals. Allerdings sollte man das " Wie " so schnell wie möglich vergessen, denn die Biegler-Truppe hatte sich gestern Abend beim 32 : 28 ( 15 : 12 ) gegen den Oberligisten HC Neuruppin nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Während beim Gast zwischenzeitlich böse Erinnerungen an das frühe Pokalaus im Vorjahr in Hamm wach wurden, feierten die 1500 Zuschauer im ausverkauften Neuruppiner Sportcenter ihr tapfer kämpfendes und über sich hinauswachsendes Team wie einen Sieger.

Dabei hatte sich HCN-Trainer Dietmar Rösicke vor der Partie " David gegen Goliath " keinen Illusionen hingegeben. " Magdeburg wird kein Pardon mit uns kennen. Die wollen sich nach dem holprigen Saisonstart sicherlich den Frust von der Seele ballern. Das könnte hart für uns werden. "

Doch der befürchtete Sturmlauf der Magdeburger, die nach den bisherigen drei Pleiten in drei Punktspielen " auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis sind ", wie Trainer Michael Biegler zugab, blieb aus. Zwar lag der Bundesligist von Beginn an vorn, doch ein großes Polster wollte nicht entstehen. So konnte der Außenseiter in der 18. Minute 8 : 8 ausgleichen. Vor allem die respektlosen Rückraumschützen Gorniak und Lehmann " foppten " die SCM-Deckung ein ums andere Mal.

Als der HCN in der 53. Minute wiederum ausgleichen konnte ( 25 : 25 ), tobte die Halle – die Sensation schien greifbar nah. Doch dann war es vor allem Theuerkauf, der all seine Routine in die Waagschale warf und mit drei seiner insgesamt neun Treffern das Weiterkommen sicherstellte.