Möser. Nach manchen Querelen der letzten Wochen um Schuldenberge, Regressforderungen und Spielertransfers nun wieder eine positive Meldung für die just aus dem Urlaub zurückgekehrten Handballer des SC Magdeburg : Sie gewannen zum Saisonauftakt am Samstagnachmittag einen freundschaftlichen Fußballvergleich bei den Alten Herren von Grün-Weiß Möser mit 7 : 3.

Natürlich wird nach diesem 13. Sieg im 14. Vergleich mit den Möseranern der SCM-Anhänger nicht in Euphorie verfallen. Vielmehr beschäftigen die Fans die Fragen, wie präsentiert sich ihr SCM in seiner 18. Bundesligasaison ? Welche Spieler stehen zu Verfügung ? Heißt der Trainer auch noch in einem halben Jahr Michael Biegler ? Und wo kann sich der SCM im Klassement etablieren ?

Am Samstag in Möser war auf den größten Teil dieser Fragen verständlicherweise ( noch ) keine Antwort zu erhalten. Ersichtlich zumindest, dass sich mit Torhüter Gerrie Eijlers und Rechtsaußen Robert Weber zwei neue Leute erstmals im SCM-Trikot vorstellten. Und dass sich Sportdirektor Stefan Kretzschmar in beeindruckender Form präsentierte. Michael Biegler, der vor der Partie die im Januar geborene Tochter spazieren trug, saß jedenfalls als Trainer zum zweiten Mal in Möser auf der Bank. " Ich bete die gesamte Zeit, dass sich hier beim Fußball kein Spieler verletzt ", machte der Trainer gute Miene zum aus seiner Sicht bösen Fußballspiel. " Ich will aber mit Traditionen der Region nicht brechen. "

Sportdirektor Kretzschmar hofft derweil, dass der neue Geschäftsführer der Handball GmbH, Eckhard Lesse, noch finanzielle Mittel lockermacht, um noch mindestens einen Spieler zu verpf ichten, denn der SCM hat durch die langwierigen Verletzungen von Damian Kabengele und Andreas Rojewski derzeit arge Probleme, wenigstens zwölf Akteure aufzubieten.

Bis auf ein paar Blessuren ging aber alles glatt, Yves Grafenhorst eröffnete nach 18 Minuten den Torreigen, war neben Bennet Wiegert zweifacher Torschütze des Tages. Die weiteren Treffer erzielten Jurecki, Kretzschmar und Theuerkauf. Für Möser trafen Neumann, Wagner und Koßmann.