Magdeburg. Endlich Urlaub – eine kräftezehrende Saison geht für die Handballer des SCM zu Ende. Mit Platz sieben immerhin einen Rang besser als vor Jahresfrist. Trotzdem gelang den "Gladiators" nur wegen des schlechteren Torverhältnisses diesmal nicht die Qualifkation für den EHF-Cup – eine erste Bilanz und ein Blick voraus.

"Wir sind mit dem Anspruch angetreten, einen Europapokal-Platz zu erreichen. Das haben wir nicht geschafft, und dafür bin ich verantwortlich", lautet das nüchterne Kurzfazit des Trainers. Michael Biegler erinnerte an seine Ansprache an die Mannschaft vor Saisonbeginn, als er auch davon gesprochen hatte, "dass es für uns sehr schwer werden" würde (das vollständige Biegler-Interview lesen Sie in Kürze). Und in die Zukunft gerichtet sagte er: "Ich habe den Anspruch nicht verloren, dass wir international spielen wollen."

Stefan Kretzschmar, der das Team für seine Saisonleistung mit den Worten lobte: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, auch wenn kein EC-Platz herausgekommen ist. Die Mannschaft hat sich zusammengeschweißt, reibt sich förmlich auf. Wir haben aus unseren Möglichkeiten das Optimale gemacht. Es grenzt fast an ein Wunder, was fnanziell in der wirtschaftlich schwachen Region geschafft worden ist. Dafür danke ich auch den Sponsoren." Durchschnittlich etwa 5000 Fans in der Bördelandhalle zeigten, "dass die Stadt an die Mannschaft glaubt". Gleichzeitig schränkte der Sportdirektor aber ein: "Vier sehr wichtige Spieler verlassen uns. Ich hoffe, wir bekommen im Sommer Verstärkungen dazu. Das Saisonziel 2009/10 wird ein anderes sein als zuletzt."

Kapitän Fabian van Olphen schätzt ein: "Es war bedeutend mehr drin. Allein ein Sieg im Heimspiel gegen Balingen (Endstand war 26:26/d. A.) hätte die EHF-Cup-Teilnahme bedeutet. Ganz zu schweigen von den vermeidbaren Niederlagen in Großwallstadt, Minden und Wetzlar." Publikumsliebling "Tulpe" macht jetzt eine Woche Urlaub mit Freunden auf Ibiza, dann stehen mit der niederländischen Auswahl die EM-Qualif kationsspiele gegen die Ukraine und Spanien an – und in zwei Wochen macht der Familienvater mit Frau und Tochter Urlaub.