Magdeburg. Der Deutsche Handball wird nicht von einer möglichen nachträglichen Wildcard des TBV Lemgo für die Champions League prof tieren ( Volksstimme berichtete ). Das erhärtete gestern auf Volksstimme-Nachfrage Markus Glaser, Wettbewerbsmanager der Europäischen Handball-F örderation ( EHF ) : " Die Wildcard betrifft nur den TBV Lemgo als Club. Sie hat keinen Einfuss auf die weiteren deutschen Startplätze. Ein Nachrücker für den Fall von Lemgos Champions-League-Qualif - kation ist nicht geplant. "

Glaser bezeichnete den EHF-Cup-Spielplan als offen : " Wir könnten sogar zehn weitere Mannschaften mehr verkraften. " Nicht beabsichtigt sei ein Aufblähen dieses Wettbewerbes.

Der Österreicher erläuterte das Spielsystem im EHF-Cup so : " In der ersten Runde spielen ganz leichte Mannschaften gegeneinander, in der zweiten Runde gibt es so viele Spiele, dass wir in der dritten Runde, in der auch die deutschen Mannschaften erst einsteigen, auf 32 Teams kommen. "

Der Spielleiter des Deutschen Handball-Bundes ( DHB ), Uwe Stemberg, versicherte, " mit der EHF zwar über einen deutschen Nachrücker im EHF-Cup gesprochen " zu haben : " Aber die EHF bleibt bei ihrem Nein. "

Somit bleibt es bei der bedauerlichen Tatsache, dass sich der SCM als Bundesliga-Siebenter auf Grund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Göppingen nicht für die internationale Bühne empfehlen konnte.

In der Champions League sind der THW Kiel, der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen gesetzt. Der im Final Four den Kielern unterlegene VfL Gummersbach gewann zwar den EHF-Pokal, wird jedoch im europäischen Pokalsieger-Wettbewerb starten. Im EHF-Cup spielen Flensburg und Göppingen. Lemgo wäre dritter deutscher EHFCup-Starter.