Magdeburg. Die Suche nach einem neuen Präsidenten für den SC Magdeburg geht in die entscheidende Phase. 42 Tage vor der Wahl des Chefs von Sachsen-Anhalts Vorzeigeverein haben sich zwei mögliche Kandidaten herauskristallisiert. Zum einen der Geschäftsführer des Chemieparks Bitterfeld, Matthias Gabriel. Zum anderen – und das ist neu – der frühere FIFA-Schiedsrichter und jetzige CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann.

Gabriels Name wird schon seit Monaten gehandelt. Nach der Absage von Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre ( CD ) gilt er als erster Anwärter auf den Posten.

" Ich arbeite im Hintergrund für den SC Magdeburg, nicht mehr und nicht weniger ", sagte Gabriel auf Volksstimme-Anfrage. " Wir arbeiten an einer Komplettlösung. Bis zum 18. Juni, dem Tag der Präsidentenwahl, müsse " die Hängepartie beendet sein ". An Vorbereitungen sei bislang wenig passiert. Zusammen mit dem Geschäftsführer der Mitteldeutschen Kommunikations- und Kongressgesellschaft ( MDKK ), Jörg Richter, wolle er nunmehr die Sache vorantreiben. Einbeziehen will Gabriel dabei auch den Ex-Chef des Verwaltungsrates der Handballer, Manfred Maas, Sprecher der Geschäftsführung der Landes-Investitionsbank.

Er wolle jetzt ein bisschen Zeit investieren, " damit wir den Laden ins Laufen bringen ", so Gabriel. Sichtbares äußeres Zeichen dafür : Der 56-jährige frühere Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts ( 1999 bis 2001 im SPD-Kabinett Höppner ) war beim jüngsten Heimspiel der SCM-Handballer ein ebenso interessierter Zuschauer wie nach der Partie ein gefragter Gesprächspartner.

Eine Kandidatur für das Präsidentenamt will auch Heynemann " nicht völlig ausschließen ". Der 55-Jährige gestern zur Volksstimme : " Ich habe meine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, dem Sport in Magdeburg zu helfen. Aber im Moment steht die von mir angestrebte Wiederwahl in den Bundestag im Vordergrund. " Dem würde jedoch eine Kandidatur am 18. Juni entgegenstehen.