Magdeburg. Auf ein Duell zahlreicher Nachwuchs-Spieler dürfen sich wohl die Besucher der Handball-Bundesliga-Partie der HSG Wetzlar gegen den SCM ( Pfngstsonnabend, 15 Uhr, Rittal-Arena ) einstellen. Denn wie die Elbestädter, die nicht auf die Verletzten Alexandros Vasilakis, Damien Kabengele, Dennis Krause und Andreas Rojewski zurückgreifen können, müssen die Gastgeber nach eigenen Angaben ihrerseits gar auf sechs Akteure ( darunter Nationalspieler Sven-Sören Christophersen ) verzichten.

Und obwohl die HSG als Tabellen-14. ( 21 : 43 Punkte ) zwei Spieltage vor Saisonende im Niemandsland der Tabelle umherdümpelt, wollen sich die Hessen in ihrem letzten Heimauftritt mit einem vollen Erfolg von ihren Fans verabschieden. " Alle sind heiß, und wir wollen mit einem Heimsieg gegen die favorisierten Magdeburger in die Sommerpause gehen ", manövriert HSG-Interimstrainer Zoran Djordic seine Sieben geschickt ( und angesichts der Tabellenkonstellation auch nicht ganz unbegründet ) in die Rolle des Außenseiters.

Im Lager des SCM sprach gestern niemand mehr von der rein rechnerisch immer noch möglichen Qualifkation für den EHFCup. Trainer Michael Biegler verwies vielmehr darauf, dass Christian Sprenger, Steffen Stiebler, Fabian Böhm, Steffen Coßbau und Frank Grohmann aus den unterschiedlichsten Gründen nicht oder nur teilweise am Training teilnehmen konnten. Biegler : " Da waren nur kleine gruppentaktische Dinge möglich. In den beiden restlichen Spielen ( außer in Wetzlar am 6. Juni in der B ö rdelandhalle gegen die Rhein - Neckar L ö wen / d. Red. ) können wir nur bestehen, wenn wir aus einer soliden Deckung heraus im Angriff unsere Chancen konsequent nutzen. " Sportdirektor Stefan Kretzschmar ergänzt : " Unsere Mannschaft stößt auf Grund ihrer vielen Verletzten an ihre Grenzen. Alle Spieler gehen auf dem Zahnfeisch. Es wird ganz schwer, das Spiel in Wetzlar zu bestehen und zu gewinnen. "