Magdeburg : Heinevetter, Müller – Kabengele 6, van Olphen 2, Grohmann, Theuerkauf 3, Tönnesen, Jurecki 2, Vasilakis 7, Coßbau, Rojewski 5 / 1, Stiebler 1, Wiegert, Grafenhorst 2.

Füchse Berlin : Vortmann, Stochl - Kubisztal 1, Strand 7 / 3, Göde, Detlof, Richwien, Bruna, Wilczynski 2 / 2, El Fakharany 1, Bult 3, Murawski 2, Boese 2, Caillat 3.

Schiedsrichter : Prang / Reichl ( Bingen / Köln ). Zuschauer : 14 800 ( ausverkauft ). Siebenmeter : Berlin 6 / 5, SCM 3 / 1. Zeitstrafen : 3 / 3

Berlin. Die Handballer des SC Magdeburg haben ihre Niederlagenserie gestoppt. Vor 14 800 Zuschauern in der ausverkauften O 2-World fügte die Biegler-Truppe den Berliner Füchsen eine empfndliche 21 : 28 ( 6 : 12 ) - Heimniederlage zu. Im Prestige-Duell, in dem der SCM klar den Ton angab, waren Keeper Heinevetter ( 21 Paraden ) sowie Vasilakis ( 7 Tore ) und Kabengele ( 6 ) die herausragenden Akteure.

Der rührige Füchse-" Macher " Bob Hanning, der sein Team angesichts der avisierten Verstärkungen in der " kommenden Saison mit dem SCM auf Augenhöhe " sieht, hatte kurz vor der Partie dem Rivalen den Kampf angesagt. " Nachdem wir die Premiere gegen Lemgo verpatzt haben, möchten wir natürlich den Fluch brechen und das erste Spiel in der O 2-World gewinnen. Darüberhinaus geht es gegen Magdeburg aber noch um weitaus mehr, denn bei einer Niederlage ist für uns der Zug in Richtung Europacup endgültig abgefahren ", erklärte der Geschäftsführer via Hallenlautsprecher angriffslustig und setzte damit aber auch seine eigenen Spieler gehörig unter Erfolgsdruck.

Dieser " Rucksack " war vielleicht auch der Grund, warum die Magdeburger den besseren Start erwischten ( 5 : 1 / 9. Minute ). Besonders sehenswert waren dabei die zwei blitzsauberen Tore von " Außen " Vasilakis, der mit Rojewski über weite Strecken der Partie die Positionen tauschte – ein taktischer Schachzug des Trainers, der sich wie erhofft auszahlte.

Auch in der Folgezeit konnten die Berliner ihre Nervosität nicht abschütteln, zwar verkürzte man zwischenzeitlich auf 3 : 6 ( 15. ), dennoch lief im Angriff nicht viel zusammen. Aus gutem Grund, denn die SCM-Deckung und Keeper Heinevetter dahinter machten einen sehr guten Job und provozierten die Gastgeber zu Fehlern. Diese nutzte Magdeburg clever zu Kontertoren. So eilte der Gast in einer Sturm-und-Drang-Phase vom 4 : 7 ( 16. ) auf 4 : 11 ( 27. ) davon.

Nach dem Wiederanpfi ff fi ng sich der SCM in Unterzahl gleich zwei schnelle Tore ein. Doch um so sehenswerter war der Durchmarsch von van Olphen, der postwendend für den im Angriff mittlerweile in doppelter Unterzahl agierenden SCM das 13 : 8 erzielte ( 34. ). Als wenig später beim 16 : 10 der alte Sechs-Tore-Vorsprung wieder hergestellt war, erzielt durch den drangvollen Kabengele mit seinem sechsten Treffer ( 40 ), gewann man den Eindruck, der SCM hätte ein Heimspiel. So viel Beifall hat es wohl noch nie in fremder Halle für die Magdeburger gegeben ...

Angestachelt von der Stimmung drehte die Biegler-Truppe nun voll auf. Als der mitgelaufene Stiebler einen Holz-Abpraller von Grafenhorst zum 23 : 15 vollendete ( 53. ), war die Vorentscheidung gefallen. Auf den Rängen standen die SCMFans Kopf, sangen " Oh, wie ist das schön !" und feierten die grünrote " Wiederauferstehung ".