Antequera. Mit zwei Niederlagen im Gepäck sind die Handballer des SC Magdeburg gestern vom Turnier im spanischen Antequera heimgekehrt. Die personell stark dezimierte Biegler-Truppe, die durch Spieler der zweiten Reihe ergänzt wurde, verlor beim " Torneo Internacional " am Freitagabend gegen den aktuellen Fünften der spanischen Liga Asobal, Pevafersa Valladolid, knapp mit 30 : 27 ( 17 : 15 ). Erfolgreichste Schützen auf Seiten der Magdeburger waren Kabengele und Theuerkauf mit je acht Treffern.

Am Samstag setzte sich dann Baloma Antequera mit 32 : 27 ( 16 : 13 ) gegen den SCM durch. Hier war erneut Kabengele ( 9 / 4 ) bester Schütze. Turniersieger wurde schließlich der Gastgeber Antequera, nachdem man bereits zum Auftakt des Turniers Valladolid überraschend mit 26 : 23 bezwungen hatte.

Gut eine Woche, bevor es für die Magdeburger am kommenden Samstag in der Bundesliga beim Heimspiel gegen den TSV Dormagen ( 17 Uhr / Bördelandhalle ) ernst wird, hatte Trainer Michael Biegler die Spiele beim Einladungsturnier dafür nutzen wollen, nach der längeren Trainingsphase Spielpraxis zu erlangen. Zudem sollten die Perspektivkader ans Team herangeführt und Steffen Coßbau, der in den ersten zwei, drei Pflichtspielen nach der Winterpause den verletzten Grafenhorst ersetzen soll, eingespielt werden. Erste Einsatzzeiten bekam zudem der nach seiner Verletzung ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Spielmacher Stian Tönnesen. Die ebenfalls sich im Aufbau bef ndenden Abwehr-Spezialisten van Olphen und Stiebler beschränkten sich in Spanien auf moralische Unterstützung von der Bank aus.

" Ich bin zufrieden, das Turnier war eine runde Sache. Wir konnten all das, was wir uns vorgenommen hatten, auch umsetzen und haben vor allem nach Alternativen für die rechte Seite geschaut ", wollte Biegler die Niederlagen, bei denen Theuerkauf und Kabengele den Mittelblock bildeten und Müler sowie Quenstedt sich die Einsätze im Tor teilten, nicht überbewerten. " Wenn man bedenkt, wer alles nicht aufgeboten werden konnte, sind die Ergebnisse eher irrelevant. Wichtiger sind die Erkenntnisse, die wir aus den Spielen gegen Gegner, die uns nichts geschenkt haben, gewinnen konnten ", so der Trainer, dem vor allem die Chancenverwertung ein Dorn im Auge war. " Letztendlich sind wir an der schlechten Wurfeffektivität gescheitert, daran müssen wir im Training noch arbeiten. "