Magdeburrg: Heinevetter 1, Müller – Vasilakis 10, Kabengele 9 / 3, Coßbau 4, Rojewski 3, Theuerkauf 3 / 1, Wiegert 1, Jurecki, Tönnesen, van Olphen, Stiebler, Steinert, Grohmann.

Dormagen: Kurth, Reckzeh – Lochtenbergh 12 / 5, Wisotzki 5, Schindler 3, Meyer 1, Laurencz 1, Chantziaras 1, Lindner 1, Plaz, Henkel, Landsberg, Mahe, Meckes.

Schiedsrichter: Biaesch / Sattler ( Kriftel / Oberursel ). Zuschauer : 5000. Siebenmeter: SCM 4 / 4, Dormagen 5 / 5. Zeitstrafen : 4 / 4. ( Rot: Wiegert / 3. Zeitstrafe ).

Magdeburg. Die Handballer des SC Magdeburg sind nach der Winterpause gut aus den " Puschen " gekommen. Trotz einiger Besetzungsprobleme stellte der TSV Dormagen am Samstag in der Bördelandhalle keine Hürde dar. So konnte die Biegler-Truppe beim 31 : 24 ( 18 : 11 ) -Erfolg im neunten Heimspiel nicht nur die saubere Weste wahren, sondern sich vor dem Gipfeltreffen am Dienstag mit dem THW Kiel auf Rang drei vorschieben.

Rund 5000 Zuschauer erlebten am Sonnabend zwar nicht gerade ein hochklassiges Spiel, dennoch gab es einige kleine " Schmankerl ", die dem Auftakt in die Rückrunde dann doch die Würze gaben. Da war beispielsweise Michiel Lochtenbergh, der wieself inke Linksaußen, der mit zwölf Toren ( davon fünf Siebenmeter ) der überragende Mann bei den ansonsten doch enttäuschenden Gästen war. Aber auch beim SCM setzte ein Außenspieler Akzente – Steffen Coßbau. Der Zweitliga-Spieler, der den verletzten Yves Grafenhorst ersetzen sollte (" Ich hatte ganz schön Lampenf eber, nachdem mir der Trainer gesagt hat, dass ist möglicherweise durchspielen muss "), tat dies in überzeugender Manier. Gleich viermal trug sich der 21-jährige Youngster in die Schützenliste ein.

Dies gelang im Übrigen auch Silvio Heinevetter. Der gewohnt starke Keeper ( 18 Paraden ) führte die verwegene Sieben-Feldspieler-Variante von Gäste-Trainer Kai Wandschneider (" Wir spielen das eigentlich regelmäßig, haben damit auch gegen Kiel und Wetzlar gepunktet, aber hier ist das zweimal in die Hose gegangen und dann haben wir das gelassen ") im entscheidenden Moment ad absurdum. Nach einem Ballverlust der Gäste traf " Heine " das verwaiste Tor. " Das sieht einfach aus und im Training klappt das ja immer locker, aber ich habe genau geschaut und gebetet, dass das Ding reingeht ", kommentierte der Nationaltorhüter sein lang ersehntes erstes Bundesligator.

Premiere feierte auch die Anfangsformation des SCM, der mit 4 : 0 ( 5. Minute ) einen Blitzstart hinlegte und nach einer kleinen Schwächephase ( 5 : 4 / 11. ) seinen Stiefel solide herunterspielte. Trainer Michael Biegler wollte wohl drei Tage vor der Partie gegen Kiel kein Risiko eingehen, und so blieben neben den Langzeitverletzten Grafenhorst, Sprenger und Krause auch Tönnesen, Stiebler und van Olphen auf der Bank sitzen. Auch WM-Heimkehrer Jurecki, der vom Magdeburger Publikum für sein Bronze mit tosendem Applaus bedacht wurde, konnte seine Kräfte schonen. So mussten es Heinevetter, Rojewski ( Rechtsaußen ), Vasilakis, Wiegert ( Spielmacher ), Coßbau sowie Kabengele und Theuerkauf ( Innenblock ) über weite Strecken richten.

Und sie alle machten einen guten Job. Der neunfache Torschütze Kabengele bestach durch seinen unwiderstehlichen Zug zum Tor, Vasilakis machte auf der anderen Seite das, was man von ihm erwartet und erzielte die einfachen Tore – zehn an der Zahl. Und Theuerkauf zeigte eindrucksvoll, dass er ein gelehriger Abwehr-Schüler ist.

Dafür gab es im Anschluss auch Lob vom Trainer: " Ich bin mit unserem Restart zufrieden. Der neuformierte Innenblock hat genau wie Coßbau eine sehr ansprechende Leistung gezeigt ", erklärte Biegler, der sich für das morgige Kiel-Spiel " noch mehr Konzentration im Abschluss und ein besseres Rückzugsverhalten " erhofft.