Magdeburg - Die drei " tollen WM-Tage " in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt hießen für die SCM-Handballer ganz und gar nicht, die Hände in den Schoß legen. Selbstverständlich waren die Kretzschmar, Theuerkauf, Heinevetter, Grafenhorst und Co. stets gern gesehene und von Autogrammjägern umringte Zuschauer. In feinem Zwirn geht indes SCM-Urgestein Steffen Stiebler seinem Job in der Wirkungsstätte seines Vereins nach. Der 35-J ährige hat als WM-Botschafter seiner Heimatstadt alle Hände voll zu tun, kümmert sich um prominente und weniger prominente Gäste der WM-Spiele in der Bördelandhalle und ist zwischen Pressezentrum und VIP-Raum gern gesehener Gesprächspartner und Autogrammschreiber.

Erik Göthel hat keines der Magdeburer Gruppenspiele versäumt. Der SCM-Rechtsaußen, Geschäftsführer einer Leipziger Sportagentur, erfreut sich an den Treffen mit den vielen Spielern anderer Teams. " Neue Erkenntnisse, den Handball betreffend, konnte ich bisher nicht gewinnen. " Auf die Frage, welchen Nutzen er für seine Agentur zieht, kommt die Antwort mit einem Lächeln : " Ich sehe hier keine Spieler, die ich nicht schon kenne. Wenn ich nach Talenten Ausschau halten möchte, muss ich mich bei einer Junioren-WM umschauen. "

Kein WM-Match versäumt hat Andreas Rojewski. Der 21-jährige Linkshänder, der am 9. November wegen eines Kreuzband-Risses im Knie operiert werden musste, sich auf dem Wege der Besserung befindet und Anfang Februar mit leichtem Lauftraining beginnen will, meint : " Joel, Fusi, Arnor Atlason und Alfred Gislason – es macht riesigen Spaß, sich mit den vielen Freunden zu treffen. Die WM machts möglich. " Auch wenn das Knie noch nicht wieder okay ist, das Autogrammeschreiben funktioniert, so wie am Sonntag zusammen mit Yves Grafenhorst und Silvio Heinevetter im WMVIP-Raum.

Auch wenn immerhin sechs Akteure des SCM ( Abati, Roggisch, Bitter, Tkaczyk, Bielecki und Jurecki ) bei ihren am Turnier teilnehmenden Auswahlteams weilen, Trainer Bogdan Wenta mit seiner polnischen Nationalmannschaft sogar in die WMHauptrunde eingezogen ist – die " Gladiators " bleiben am Ball. Dafür sorgt Co-Trainer Grzegorz Subacz : " Wir trainieren täglich in der Gieselerhalle, haben die Zeiten aber so gelegt, dass wir uns die WM-Spiele ansehen können. "

Heute ab 19 Uhr spielt der SCM in der Barleber Mittellandhalle gegen den ukrainischen Erstligisten Schachtjor Donezk. Beim Mitgas-Turnier in Spergau trifft der SCM morgen ab 20 Uhr im zweiten Halbfinalspiel auf den dänischen Erstligisten Ringstedt. Um 18 Uhr beginnt die Partie TV Großwallstadt gegen den US Créteil. Spiel um Platz 3 am Donnerstag, 18 Uhr, Finale 20 Uhr.