Burg l Am Sonnabend erlebte das Publikum in der Sporthalle Burg-Süd Volleyball der Extraklasse. Obwohl der Tabellenführer der Landesoberliga, der SV Fortuna Ballenstedt, beim BVC zu Gast war, wurde es doch ein denkbar knappes Spiel. Der Sieg ging zwar letztlich doch an den Favoriten, die weiße Weste des Regionalliga-Absteigers bekam beim 3:2 aber die ersten Flecken.

"Das Spiel dürfte schnell vorbei sein", prophezeite Sebastian Behr vor dem Spiel. Zumindest im ersten Satz behielt der BVC-Coach damit Recht. Ballenstedt gewann souverän mit 25:16. Nicht viel war bis dato beim Gastgeber zusammengelaufen. Doch das änderte sich im zweiten Satz. Die Mannen um Sören Lambrecht begannen couragiert, führten schnell mit 4:1 und spielten sich in einen Rausch. Auch das Quäntchen Glück war in dieser Phase auf Seiten der 99er. Die Fortunen machten es sich selbst schwer und ließen durch Unkonzentriertheiten die Burger jubeln. Ballenstedt gab erst seinen zweiten Satz der Saison ab - 26:28. Die Burger hatten ihr Ziel erreicht und dem ungeschlagenen Tabellenführer einen Satz abgenommen. "Wir haben uns im zweiten Satz in einen Flow gespielt, den wir auch im dritten Satz noch beibehalten konnten", beschrieb Behr.

Der dritte Satz begann, wie der vorherige geendet hatte: mit Punkten für den BVC. Die schnelle 4:1-Führung der Gastgeber egalisierte der SVF aber zunächst noch recht zügig - 7:7. Doch die Burger kämpften weiter und zogen zum 16:10 davon. Über die Zwischenstationen 20:15, 22:18 und 23:20 verbuchten die Behr-Schützlinge auch den dritten Durchgang mit 25:22 für sich. Das Publikum in der Halle stand Kopf. Der kühne Wunsch, die Siegesserie der Fortuna zu beenden, schien zum Greifen nah. Doch die Ballenstedter hatten etwas dagegen.

Den vierten Satz mussten die Gastgeber mit 19:25 an die Fortuna abgeben. Der Tie-Break brachte dann die Entscheidung zugunsten des Tabellenführers. "In der Vorsaison hätten wir uns geärgert, den Tie Break abgegeben zu haben. Diesmal können wir aber stolz sein, gegen den Tabellenführer den einen Punkt gewonnen zu haben", freute sich Behr.