Güsen (ahf) l Der Güsener HC tritt heute um 17 Uhr zu Hause auf den Elften der Verbandsliga Nord, den SV Langenweddingen II, an. Nach der Derby-niederlage am vergangenen Wochenende gegen Gommern, wird der Klub zeigen müssen, wie gut das Spiel aus den Köpfen verschwunden ist, zumal die zwei Punkte benötigt werden, denn: Auf den Tabellenplätzen drei bis sieben geht es äußerst eng zu.

Auf die leichte Schulter nehmen will man beim GHC den Gegner allerdings nicht. "Zwar kenne ich den Kontrahenten nicht so genau, aber generell ist in dieser Liga jeder schlagbar. Sollten wir einen schlechten Tag haben und die Zweite von Langenweddingen einen guten, dann stehen wir da", mahnt der Güsener Trainer Bern Bretschneider vor Übermut. Auf dem Papier ist der GHC aber eindeutig Favorit, schließlich spielt man zu Hause und steht im oberen Tabellenfeld. "Sollten noch ein paar Herrschaften mitspielen, die ich noch von früher kenne, wird dieses Spiel kein Zuckerschlecken", so Bretschneider eindringlich.

Das Spiel gegen Gommern vom vergangenen Wochenende spielt aber in den Köpfen der Spieler keine Rolle mehr. "Die Niederlage ist abgehakt, wir wissen, wo wir Fehler gemacht haben. Sicherlich ärgern wir uns über die verlorenen Punkte, erkennen aber auch neidlos die Leistung der Eintracht an. Sie war an diesem Tag einfach besser", fasst der GHC-Coach den mentalen Zustand seiner Truppe noch einmal zusammen.

Natürlich ist es nicht von Nachteil, dass sich nach der Herkulesaufgabe der Vorwoche nun ein Gegner von den unteren Tabellenplätzen in Güsen vorstellt. Bretschneider versichert aber auch: "Sollte ein Spieler diese Partie nicht ernst nehmen, wird er schon zurechtgewiesen."

Die Bretschneider-Schützlinge werden heute auf dem Feld zeigen müssen, ob sie die vergangene Niederlage wirklich abgehakt haben und ob sie mit der Favoritenrolle umgehen können.

Dabei muss Güsen auf Eric Steinbrecher verzichten, der sich momentan auf Prüfungen vorbereiten muss. Mehr als fraglich ist der Einsatz von Dominik Schulz, der nach seiner Verletzung noch nicht wieder fit ist. "Eric hat meine volle Unterstützung, schließlich verdienen wir ja nicht unser Geld mit Handball", so Bretschneider verständnisvoll.