Burg (rte/ahf) l Mit einem souveränen 35:23 (17:12)-Heimsieg gewinnt die SG Fortschritt Burg (12.) gegen die SG Neuferchau/Kunrau (7.) auch das zweite Rückrundenspiel und knüpft somit nahtlos an die Leistung des Güsen-Spiels an. Selbst Trainer Hendrik Kurth war nach dem Spiel sprachlos und hätte mit so einem Erfolg, auch in dieser Art und Weise, niemals gerechnet.

Die bessere Anfangsphase erwischten die Fortschritt-Mannen und zeigten gleich wer Herr im Haus ist. Folgerichtig führten sie schnell mit 3:1. Die Gäste fanden aber noch ins Spiel und sorgten nach zehn Minuten mit dem 4:4 für den Ausgleich. Davon ließ sich das Tabellenschlusslicht der 1. Nordliga jedoch nicht beirren und sollte im weiteren Spielverlauf keine Zweifel mehr an einer Niederlage aufkeimen lassen. Sie setzten sich mit schnellem und vor allem konzentriertem Spiel bis zur Halbzeit auf fünf Tore ab. Somit wurden beim Stand von 17:12 die Seiten gewechselt. Hilfreich war vor allem eine starke Abwehrarbeit mit zwei gut aufgelegten Torhütern. Beide entschärften nicht nur insgesamt vier Siebenmeter, sondern hielten etliche freie Würfe und zogen somit den Gästen den Zahn.

Nun hieß es in der zweiten Halbzeit, weiter konzentriert zu spielen und über die breite Bank den konditionellen Vorteil zu nutzen. Dies setzten die Burger auch gleich um und erhöhten die Führung auf 24:17. Bei den Gästen ließen weiter die Kräfte nach, was sich in technischen Fehlern und Zwei-Minuten-Strafen durch Meckern zeigte. Auch die mitgereisten Fans der Neuferchauer machten ihrem Unmut über das Spielgeschehen Luft. Das Schiedsrichtergespann aus Irxleben ließ sich aber nicht von der hektischen Stimmung anstecken und hielt konstant an seiner Linie fest. Die Gastgeber erhöhten kontinuierlich den Vorsprung. Zehn Minuten vor Schluss war er auf zehn Tore (29:19) angewachsen. So konnten die über 100 eigenen Fans in den letzten Minuten einen souveränen und auch in dieser Höhe verdienten 35:23-Erfolg genießen.

Mit der Euphorie der beiden Auftaktsiege in der Rückrunde heißt es jetzt, auch beim Tabellenersten TuS 1860 Magdeburg-Neustadt eventuell für eine Überraschung zu sorgen. Dort sind die Burger natürlich klarer Außenseiter, aber mit der bisher in der Rückrunde gezeigten Leistung müssen sie sich auch in Magdeburg nicht verstecken. Zumal sie mit Sicherheit eine Menge Selbstvertrauen mit in diese Partie am kommenden Sonntag nehmen werden.

SG Fortschritt Burg: Gerlach, Wegner - Wucherpfennig (1), Katillus, Herrmann, Teßmann (4), Barkholz (2), Ebert (3), Scholz (2), Lange (4), Weigel (11/5), Schulz (3), Wöhe (n.e.), Titsch (5)