Mit 6:1 geführt und dann eingebrochen. Am Ende hat der Güsener HC das letzte Hinrundenspiel gegen Langenweddingen II doch eindeutig mit 30:23 gewonnen. So richtig überzeugend wurde das Ergebnis aber erst zehn Minuten vor Ende. "Dieses Spiel ist symptomatisch für unsere ganze bisherige Saison", sagt Bernd Bretschneider, "uns fehlt einfach die Konstanz."

Als freiwilliger Absteiger aus der Sachsen-Anhalt-Liga hatte der GHC aber die Favoritenrolle in jedem Spiel inne. Nicht immer konnten die Spieler damit umgehen. So steht am Ende der Hinrunde der Verbandsliga Nord Platz drei, wobei mit Eiche Biederitz noch ein direkter Konkurrent zwei Nachholspiele absolvieren muss. "Damit sind wir aber ganz zufrieden. Wenn wir in der Rückrunde aber noch den ein oder anderen Punkt mehr mitnehmen, sind wir auch nicht böse", so Bretschneider.

Gerade der Start der Hinrunde war holprig. Nach einem 26:23 Sieg gegen den Mitabsteiger des Glinder HV mussten die Männer um Kevin Haßbargen eine empfindliche 35:27 Niederlage in Westeregeln hinnehmen. "So, wie wir dort verloren haben, so sollte man kein Spiel verlieren", bilanziert Bretschneider. Zwar rehabilitierten sich seine Schützlinge mit einem 32:26 gegen den LSV 90 Klein-Oschersleben, doch schon zwei Wochen später stand nur ein Punkt mehr auf dem Güsener Konto. Gegen die zweite Auswahl des BSV Magdeburg wurde ein 30:30 Remis geholt.

Überhaupt kann der Eindruck gewonnen werden, der GHC hätte ein Problem mit Auswärtsfahrten. Erst Mitte November beim HV Ilsenburg konnte Bernd Bretschneider mit der Leistung seiner Männer auf fremden Boden zufrieden sein. Von einer Auswärtsschwäche möchte der Coach, trotz nur einem Sieg in fünfPartien, aber nichts wissen. "Zu Beginn hatten wir nur Probleme uns zu finden, das ist alles." Kevin Haßbargen dagegen ist schon der Meinung, "dass wir uns auswärts diese Saison etwas schwer tun." Die knappe 32:31 Niederlage bei Eiche 05 Biedderitz hat Bretschneider nach eigener Aussage "verdrängt". In diese Kategorie dürfte auch das einzige verlorene Heimspiel dieser Hinrunde zählen, dass man mit nur 17 geworfenenen Toren gegen den Post SV Magdeburg abgeben musste - am Ende mit 17:26. Auch aus Gommern musste man ohne Punkte nach Hause fahren.

"Wir haben schon Punkte liegen lassen, mit denen wir auch vorher fest gerechnet haben, insofern tränt einem schon das Auge. Diese Spiele sind aber abgehakt", so Bretschneider, der sich nicht nur in den Spielen über die Kaderstärke seiner Mannschaft freut. "Über die Trainingsbeteiligung kann ich mich nicht beklagen, die ist sehr gut. Nur die Umsetzung in den Spielen fehlt mir oftmals."

Nur im Spiel gegen die HSG Osterburg gab es nichts zu meckern. Bei dem 40:31 Kantersieg seiner Mannen, "hat sich jeder, der reingekommen ist, nahtlos eingefügt. So, wie in diesem Spiel würde ich mir das immer wünschen, dann hätten wir auch eine grade Linie in der Statistik und nicht immer diese Zacken", so der Güsener Trainer zum Abschluss. Gegen den Glinder HV wird man sehen, ob der GHC seinen Auswärtsfluch beendet hat.