Tucheim (ahf) l Mit mageren vier Punkten hat der SV Traktor Tucheim zum Hinrundenende die "rote Laterne" der Fußball-Landesklasse, Staffel II, inne. Nicht unbedingt beruhigend: Sechs Punkte fehlen bis zum rettenden Ufer.

Dabei begann doch alles so gut für den Aufsteiger. Mit einem 3:1-Erfolg über Roter Stern Sudenburg feierte der Kreismeister 2012/2013 einen gelungenen Einstand, doch danach geriet der Angriffsmotor ins Stocken. "Unser großes Manko in der Hinrunde war die mangelnde Chancenverwertung. Wir sind teilweise allein auf den Torhüter zugelaufen, verpassen es aber, den Ball reinzumachen. Das rächt sich natürlich", stellt Trainer Mike Schnorrer nüchtern fest. Mit nur zehn Toren stellt Tucheim den harmlosesten Angriff der Liga. Im Gegenzug "klingelte" es 42-mal im eigenen Gehäuse - der zweitschlechteste Ligawert.

"Das Spiel gegen Kleinmühlingen war symptomatisch. Wir laufen einem Rückstand hinterher, erzielen endlich den Ausgleichstreffer und bekommen im direkten Gegenzug, noch während wir über unseren Treffer jubeln, das 1:2 und verlieren am Ende." Dabei lobte selbst der Gegner den Aufsteiger für seine Spielweise. Doch das Glück war dem SV Traktor einfach nicht hold. Selbst gegen direkte Konkurrenten machten es sich die Tucheimer schwer (0:1 gegen Kali Wolmirstedt und 1:1 gegen Eintracht Gommern). "Irgendwann wirkt sich die Glücklosigkeit natürlich auf die Motivation aus. Wenn die Jungs 85 Minuten anrennen und kein Erfolgserlebnis haben, dann geben sie sich irgendwann auf", gibt sich der Trainer verständnisvoll.

Dennoch sieht Schnorrer auch positive Aspekte: "Ein Kompliment an alle für die bestehende mannschaftliche Geschlossenheit." Doch ebenso weiß der Trainer, dass es in der Rückrunde nicht einfacher wird. "Es stehen entscheidende Spiele an. Selbst wenn es am Ende nicht reichen sollte, haben wir diese Erfahrung gemacht und es hat unser Mannschaftsgefühl gestärkt."