Lostau l Es war nur ein kleiner Fehler, doch er hatte große Wirkung. Als Denny Schwiesau den Ball die Bande entlang spielen wollte, sprang dieser aus dem Feld - zum zweiten Mal in dieser Partie. Der folgende Angriff der RVG Nord Berlin brachte einen Strafschlag, der zum 3:3-Ausgleich führte. Am Ende hatte der RC Lostau eine 3:0-Führung aus der Hand gegeben, er verteidigte aber den dritten Platz in der 2. Bundesliga.

Diese vergebenen zwei Punkte im Auftaktmatch waren natürlich "extrem ärgerlich", betonte Rüdiger Czarnetzki. "Wir hätten den Vorsprung über die Zeit bringen müssen." Doch nach dem 3:0 schien sich das Duo etwas zu sicher zu sein, zumal "Berlin uns auch noch hat gewähren lassen, nicht angegriffen hat". Schließlich schlichen sich dadurch Unkonzentriertheiten ein, die am Ende zwei Zähler kosteten. Doch die beiden ließen sich von dieser gefühlten Niederlage nicht aus der Bahn werfen. Anstatt eines gemeinsamen Gesprächs verarbeitete die Partie jeder für sich, im Anschluss gingen beide gestärkt und neu motiviert in die folgenden Begegnungen.

Gegen den RSV Krofdorf II gelang somit ein ungefährdeter 5:3-Erfolg. Auch wenn das Ergebnis relativ knapp aussieht, "ist der Sieg nie in Gefahr gewesen". Lostau hatte zwischenzeitlich eine deutliche Führung herausgespielt, ließ sich von seiner Linie auch nicht abbringen, als Krofdorf auf zwei Zähler Rückstand verkürzte.

Im Anschluss hatten Czarnetzki/Schwiesau allerdings wenig Möglichkeiten gegen die erste Vertretung der Krofdorfer. "Wir hatten nicht viel entgegenzusetzen", gestand auch Czarnetzki ein. "Sie waren wirklich sehr gut." Die Gastgeber kamen also eher selten vor das Tor, und dann gelangen ihnen keine zwingenden Abschlüsse, so dass es schließlich eine 2:6-Niederlage gab. "Wir haben unsere Tore zu spät erzielt."

Doch ähnlich wie nach dem 3:3 zu Beginn ließ sich das RC-Duo auch davon nicht aus der Ruhe bringen, es konzentrierte sich gegen den RVC Steinwiesen, der zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Siege eingefahren hatte, neu und sicherte sich einen 7:3-Erfolg.

"Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und auch mit dem derzeit dritten Tabellenplatz. Wir nehmen es erstmal so mit", betonte Czarnetzki. "Die Liga ist sehr ausgeglichen, es hätte auch anders ausgehen können." Am Sonnabend, 8. März, erhält das Team nun die Möglichkeit, aus eigener Kraft die gute Platzierung zu verteidigen. Dann ist der PSV Magdeburg der Gastgeber.