Fünfmal mussten die Volleyballer des Burger VC 99 in dieser Landesoberliga-Saison schon einen Tie-Break bestreiten. Am Sonnabend reichte es in der Sporthalle Burg-Süd zum dritten Sieg nach Verlängerung. Auch dank des Heimvorteils gewannen die Hausherren gegen eigentlich bessere Weißenfelser mit 3:2.

Burg l Die Freude nach dem entscheidenden Punkt war groß bei den 99ern. Der Frust beim Gegner aus Weißenfels war dagegen grenzenlos. Die eigentlich bessere Mannschaft hatte verloren. Der BVC schaffte den Sieg auch dank der Unterstützung des Publikums, welches "die wohl beste Saisonleistung für uns abgeliefert hat", wie Kapitän Sebastian Behr nach dem Spiel meinte. Der Funke sprang auf die Spieler über, die das Spiel aufgrund ihres Einsatzes für sich entschieden.

Dabei gewannen die Hausherren den ersten Satz knapp. Der SV Rot-Weiß Weißenfels war häufig anderer Meinung und diskutierte mit den Unparteiischen - Szenen, welche die Zuschauer in diesem Spiel noch häufiger sahen.

Den zweiten Satz schenkten die Burger dann zu einfach her. Der spielerischen Qualität der Weißenfelser hatten sie nicht viel entgegenzusetzen. "Wir hatten unsere Probleme beim Aufschlag. Dort sind wir nur schwer ins Spiel gekommen. Auch von unserer Mitte kam zu wenig", resümierte Behr, der trotz seiner Kniebeschwerden selbst auf dem Feld mitwirkte.

Ein ähnliches Bild zeigte sich im dritten Satz. Auch diesen mussten die Gastgeber mit 22:25 an den Tabellenvierten abgeben. Doch die einen Platz hinter den Gästen liegenden 99er gaben sich nicht auf.

Die Ballwechsel im vierten Satz wurden länger, die Punkte waren härter umkämpft und auch die Diskussionen nahmen wieder deutlich zu. "Die Schiedsrichter waren unsicher. Die ständigen Diskussionen haben den Spielfluss ziemlich unterbrochen", kritisierte Behr, der allerdings auch die ein oder andere Unterredung mit dem Unparteiischen geführt hatte. Am Ende wurde die kämpferische Leistung der Hausherren belohnt und wieder einmal musste die Partie im Tie-Break entschieden werden. Fünfmal schon mussten sie in dieser Saison "nachsitzen", zum dritten Mal nahm die Verlängerung ein gutes Ende. Obwohl es anfangs nicht gut für die Gastgeber lief, erkämpften sie sich den Sieg. Vor allem Rückkehrer Dennis Raab, Youngster Janek Pukall als Libero und Hendrik Kliefoth hatten mit ihrer Leistung großen Anteil am Erfolg des BVC. "Das Spiel hat unheimlich viel Spaß gemacht, auch wenn ich jetzt total kaputt bin. Das waren zwei hart erkämpfte Punkte", bekannte ein glücklicher Sebastian Behr nach dem letzten Ballwechsel.

Burger VC 99: Raab, Hagendorf, Räcke, A. Behr, Graßhoff, Kliefoth, S. Behr, Lambrecht, Blum, Müller, Pukall