Gommern l Nach dem desolaten Auftritt und der ersten Saisonniederlage in der Vorwoche, sind die Handballer des SV Eintracht Gommern am Sonnabend, um 17 Uhr in der Verbandsligapartie gegen den HV Ilsenburg auf Wiedergutmachung aus. Vor heimischem Publikum möchte der Tabellenführer an seine Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen, das klar mit 32:23 gewonnen wurde.

Mit dem HVI ist der momentan Achtplazierte zu Gast in Gommern und sollte eigentlich nicht das Kaliber haben, dem Spitzenreiter weitere Punkte abzunehmen. Doch nach dem vergangenen Wochenende ist Dirk Heinrichs vorsichtiger gewurden. "Ilsenburg ist eine körperliche starke, robuste Mannschaft, die körperbetonten Handball spielt", so der Eintracht-Trainer. Zumindest Wacker Westeregeln hat in der Hinrunde das zweifelhafte Vergnügen gehabt, die Stolpersteinfähigkeiten der Ilsenburger zu erfahren. Eine Punkteteilung soll es in Gommern dennoch nicht geben. "Wir sind taktisch auf das Spiel der Gäste eingestellt", sagte Heinrichs. Die zurückliegende Woche diente dazu, den "Totalausfall", wie der Eintracht-Coach den Auftritt seiner Sieben nannte, "aus den Köpfen zu bekommen und weiterzuarbeiten. Wir haben gesehen, dass es auch anders geht."

Zuletzt kämpften die Hausherren ja vor allem mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung. Für das heutige Spiel wollen sich die Gastgeber wieder mehr auf ihr Spiel konzentrieren. "Den Schiedsrichter gegen sich aufzubringen, würde nicht helfen", so Heinrichs, der die Hoffnung hat, "dass die bessere Mannschaft als Sieger vom Feld geht." Im Stillen dürfte sich Heinrichs wünschen, dass dies heute seine Mannschaft ist.

Ob und wie diese sich nach der schmerzlichen 15:22-Niederlage gegen den Post SV Magdeburg in heimischer Halle aus der Affäre zieht, bleibt abzuwarten. Beim Versuch der Rehabilitierung muss Gommern nicht nur auf Tim Böttcher, der im letzten Spiel einen Meniskuseinriss erlitt, sondern auch auf Robert Mennecke, Felix Hoffmann und Philipp Eckhardt verzichten.