Volleyball l Gardelegen/Burg (rgä/bjr) Auch ein waschechter Altmärker wie Stephan Müller aus Algenstedt konnte Landesoberligist Burger VC 99 nicht vor einer 0:3 (-19, -22, -20)-Niederlage beim SSV 80 Gardelegen bewahren. Die zweite Burger Pleite der Saison gegen das Überraschungsteam ließ sich auch so zusammenfassen: gut gespielt und doch verloren.

"Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, konnten das Niveau aber leider nicht halten", lautete das Resümee von BVC-Coach Sebastian Behr. Sein Team startete stark, behauptete dank guter Aufschläge bis zum 17. Punkt eine Führung im ersten Satz. Doch nach dem Gardelegener Ausgleich schlichen sich im Burger Spiel Eigenfehler ein, der SSV brachte seine anschließende Vier-Punkte-Führung ins Ziel. "Das Quäntchen mehr Aggressivität auf Seiten der Gardelegener hat das Pendel in ihre Richtung schwingen lassen", so Behr.

In Durchgang zwei fand der Gastgeber sofort ins Spiel und setzte den BVC 99 ebenfalls über sein Aufschlagspiel unter Druck. Rasch zog der SSV zum 7:3 davon. Behr reagierte und brachte Carsten Graßhoff ins Spiel. Dank seiner erfolgreichen Angriffsschläge kehrte ein wenig Ruhe ein und die Burger legten eine bessere Einstellung an den Tag als noch im zurückliegenden Heimspiel (2:3 gegen den MLV Einheit). Bei besserer Chancennutzung wäre sogar der Satzgewinn möglich gewesen, doch zum Ende schlichen sich Annahmefehler ein. Über 200 Zuschauer bejubelten auch den zweiten SSV-Satzpunkt.

Direkt nach dem Seitenwechsel gingen die Hausherren erneut schnell in Führung und störten mit guten Aufschlägen den Spielaufbau der Gäste. Doch Libero Janek Pukall vereitelte viele Chancen der Gardelegener und so konnten sich die Burger wieder herankämpfen. "Leider hat es nicht gereicht. In jedem Satz entschieden Kleinigkeiten. Aber wir haben eine ganz andere Einstellung als zuletzt gezeigt. Im zweiten und dritten Satz kämpfen wir uns sogar nach Rückständen zurück", lobte Behr und urteilte: "Es bleibt trotz der Niederlage ein positiver Eindruck hängen. Ich bin stolz auf mein Team, denn wir haben nie aufgegeben."

Nach zweiwöchiger Pause wird am Sonnabend, 22. März, beim zentralen Abschlussspieltag in Weißenfels ein ähnliches Auftreten gefordert sein. Dann treffen die Burger auf den USV Halle I.